Skandalsteinbruch Ohlsdorf/Paudorf/Göttweig
Fotoverbot für Steinbruchgegner
Repressalien gegen Naturschützer / Angst in Paudorf
Ähnlich wie im Fall des mittlerweile abgeblasenen "Windpark Hafnerbach" steigt auch in Paudorf der Druck auf UmweltschützerInnen und Bürgerinitiativen. AktivistInnen werden offensichtlich mit Kündigung und Verlust von Aufträgen bedroht, sollten sie ihre Stimme gegen den geplanten Skandalsteinbruch im Paudorfer Hörfarthgraben erheben oder gar bei den Bürgerinitiativen mitarbeiten. Ein Paudorfer, der ebenfalls anonym bleiben will: "Wir haben Angst! Ich traue mich nicht mehr den Steinbruch zu kritisieren, sonst verliere ich meinen Arbeitsplatz. Einem Bekannten wurde sogar gedroht, dass er seine Firma zusperren muss, sollte er irgend etwas gegen den Steinbruch unternehmen". Eine Paudorferin meinte dazu: "Das ist hier genauso mafiös und korrupt wie in Russland. Mit Demokratie hat das nichts zu tun. Und das mitten in Niederösterreich!" . Am 25. August 2010 wurde uns ein anonymes - nie abgeschicktes - Schreiben an die Kremser Zeitung zugespielt, in dem die (un)heimlichen Vorbereitungsmaßnahmen der Firma Asamer sowie der ÖBB zum Steinbruch angeprangert werden. Der Verfasser dieses Schreibens hatte offensichtlich Angst vor Racheaktionen und hofft so auf Veröffentlichung. Hier ist sein Brief! [888 KB]
Fotoverbot im Dunkelsteinerwald!
Weil er im Dunkelsteinerwald fotografiert hatte, wurde der Sprecher der Bürgerinitiative "Lebenswertes Paudorf", Wolfgang Janisch, vom Steinbruchbetreiber Asamer Holdig AG verklagt. > Mehr...
72% NEIN zum MONSTERSTEINBRUCH
Am 21. 7. 2010 stimmten die Menschen über den geplanten Steinbruch im Paudorfer Hörfarthgraben ab. Mit 72% Ablehnung haben die GegnerInnen des Projekts ein klares Zeichen gesetzt. Die Mönche im Stift Göttweig, die Betreiberfirma ASAMER Holding und der Landeshauptmann von Niederösterreich Dr. Erwin Pröll sollten das endlich zur Kenntnis nehmen! Mehr...
Stellungnahme zur Änderung der Verordnung über die Europaschutzgebiete
Fristgerecht übermittelten wir der NÖ-Landesregierung unsere Stellungnahme zur Änderung der Verordnung über die Europaschutzgebiete und somit unsere Forderung nach Unterschutzstellung des gesamten Dunkelsteinerwalds. > Mehr...
ZWEITE DEMO VOR STIFT GÖTTWEIG
FRIEDLICHE DEMO VOR DEM STIFT GÖTTWEIG, am 7. Juli 2010
Am Tag des Auftritts der berühmten Opersängerin Elīna Garanča, am 7. Juli 2010, wurde - bei schönstem Sommerwetter und geschlossenem Stiftsrestaurant (!) - vor dem Stift Göttweig gegen den geplanten Horrorsteinbruch "Paudorf/Hörfarthgraben" demonstriert. Doch die Patres lehnen Gespräche mit den drei Bürgerinitiativen weiterhin konsequent ab. Göttweig wird Göttschweig!
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DEMO VOR DER FIRMA ASAMER HOLDING
BürgerInnenprotest vor ASAMER Holding, am 30. Juni 2010
Ohlsdorf - Um den geplanten Skandal-Steinbruch Paudorf/Hörfarthgraben in Niederösterreich zu verhindern, protestierten drei Bürgerinitiativen vor den Toren der Betreiberfirma, Asamer Holding AG, in Ohlsdorf. Nachdem der Geschäftsführer, Dr. Manfred Asamer, bisher sämtliche Gesprächsangebote ignoriert hat, wurde ihm am Mittwoch, dem 30. Juni 2010, in einem - teils sehr emotionalen - Gespräch eine Petition überreicht.
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BEHÖRDE ERTEILT RODUNGSBEWILLIGUNG FÜR PROBEBOHRUNGEN, TROTZ FEHLENDER UMWIDMUNG!
WIRD DIE BEVÖLKERUNG ÜBER DEN TISCH GEZOGEN?
Das Niederösterreichische Steinbruch-Desaster wird zum Polit-Skandal. Es scheint, als wüsste bei den niederösterreichischen Behörden die linke Hand nicht, was die rechte tut. Oder doch? Denn obwohl für den Paudorfer Hörfarthgraben keine behördliche Umwidmung in ein Abbaugebiet für Granulit vorliegt, erteilt die BH Krems in ihrem Amtsblatt vom 2. Juni 2010 eine Rodungsbewilligung! Während die Bevölkerung zum Narren gehalten wird, wird fleissig gerodet und (probe)gebohrt. Frau Mag. Elke Ecker (Büro Landesrat Mag. Heuras) teilte uns telefonisch mit, dass Landesrat Heuras zwar bereit wäre mit uns sprechen, doch hätte das nicht viel Sinn, da er nur für Widmungen und Umwidmungen zuständig sei. Für Rodungen ist die BH Krems, für Naturschutz und sonstige Belange sind andere Landesräte zuständig. Niemand soll sich auskennen! Eine erprobte Kompetenzdschungeltaktik?
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NEIN ZUM HORRORSTEINBRUCH PAUDORF
"Die Gesundheit der Menschen hat Vorrang, nicht der Profit der Mönche!"
Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen „Lebenswertes Paudorf“ und "Komitee zum Schutz des Dunkelsteinerwaldes" kämpfen wir gegen den geplanten 50 Hektar (!) Steinbruch [1.128 KB]
der Firma Asamer Holding AG im Dunkelsteinerwald (Hörfarthgraben im Eigentum des Benektiktinerstifts Göttweig) in unmittelbarer Nähe zu uralten kalifornischen Mammutbäumen!
Benediktinerstift Göttweig bedroht den Dunkelsteinerwald
Im Jahr 1880 legte der spätere Abt von Göttweig, Adalbert Dungel, mehrere Samen der "Wellingtonia Gigantea" auf dem Plateau des vom Ortszentrum östlich gelegenen Eichberg in die Erde. Heute gehören die Mammutbäume, die so genannten Adalbert-Wellingtonien, zu den größten zusammenstehenden Beständen in Mitteleuropa (Wikipedia).
Seltsamerweise bedroht nun der Nachfolger von Abt Dungel, der amtierende Abt, Mag. Columban Luser OSB, diese unwiederbringliche Kulturlandschaft. Denn anstatt den ihm anvertrauten Teil des Dunkelsteinerwalds zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren, verschachert er Schürfrechte an den Steinbruchmulti Asamer Holding. Müssen die Mammutbäume verdursten? Laut Forstexperten würden die Mammutbäume durch den geplanten Steinbruch vertrocknen, da der Grundwasserspiegel auf Grund der massiven Eingriffe radikal absinken würde.
Wir fordern die Eingliederung des Hörfarthgrabens in das bestehende Natura 2000-Gebiet!
Wird Paudorf als Bauernopfer missbraucht? Wie kommt es, dass ein 50 ha großes Waldstück [1.128 KB]
im Dunkelsteinerwald bei Paudorf vom „Natura 2000-Gebiet” ausgenommen wurde, um Jahre später zu einem Monstersteinbruch zu werden, der die Gesundheit der Bevölkerung massiv gefährdet? Angeblich wurde von der NÖ-Landesregierung "vergessen", den Hörfarthgraben in das Natura 2000-Schutzgebiet zu integrieren! Die seltsame Vereinbarung vom 22.7.2009 [1.421 KB]
, zwischen Umweltanwalt Dr. Rossmann und Ing. Pree vom Steinbruchbetreiber Asamer Holding, ist von der Niederösterreichischen Landesregierung zu überprüfen, zumal der "Strategische Umweltbericht" der Landesregierung, Raumordnungsprogramm Mitte, erst am 14.8.2009 an die Gemeinde Paudorf zur öffentlichen Einsichtnahme und Stellungnahme versandt wurde (OTS 4.5.2010)
Werden wir von der NÖ Landesregierung über den Tisch gezogen?
In der Verordnung über ein Regionales Raumordnungsprogramm NÖ Mitte (ROP) [1.024 KB]
- LGBl. 8000/76-2 vom 21. 5. 2010 (kundgemacht im NÖ Landesgesetzblatt und im Rechtsinformationssystem des Bundes - RIS), scheint in der Anlage 3 „Liste der Standorte sowie der Eignungszonen für die Gewinnung grundeigener mineralischer Rohstoffe” das "Projekt 9a Hörfarthgraben" nicht mehr auf! Das bedeutet, laut einem Telefongespräch mit Frau Mag. Elke Ecker vom Büro des zuständigen Landesrats, Mag. Johann Heuras, dass es derzeit keine Widmung des Hörfarthgrabens in ein Abbaugebiet für Granulit gibt! Trotz der fehlenden Widmung wird im „Amtsblatt Krems“ (Nr. 11/2010 vom 2. Juni 2010) der Betreiberfirma Asamer „die Rodung zum Zwecke der Suche nach mineralischen Rohstoffen“ im besagten Gebiet GENEHMIGT! Weiß die eine Hand nicht, was die andere tut? Oder versucht man uns über den Tisch zu ziehen? Unsere Begehung vom 3. Juni 2010 bestätigte auf jeden Fall die bereits erfolgten Rodungen (Fotos). Der Hörfarthgraben im Bereich der „Sieben Marksteine“ ist durch schwere Baumaschinen bereits verwüstet!
Streusplitt gegen Menschen?
"Soviel Streusplitt können die gar nicht produzieren, um nicht auszurutschen!" (Walter Kosar, Mai 2010)
60 bis 70 Jahre soll der geplante Steinbruch im Hörfarthgraben lärmen und stauben und hauptsächlich Streusplitt (!) liefern. Die Gesundheit der Bevölkerung wird hier wegen Streusplitt aufs Spiel gesetzt. Doch die Gesundheit der Bevölkerung, die ohnehin schon seit fast 130 Jahren unter dem Steinbruch in Meidling leiden musste, hat Vorrang, nicht Profit!
Feinstaubmessung? Keiner fühlt sich zuständig!
Niemand will die Feinstaubmessung beim bereits bestehenden Steinbruch in Meidling finanzieren. Keiner fühlt sich zuständig: Weder der Grundstückeigentümer (Benediktinerstift Göttweig), noch der Betreiber (Firma Asamer Holding). Schon gar nicht die NÖ Landesregierung! Das sollte sich jedoch bald ändern!
BürgerInnenversammlung am 30. April 2010
Bei der BürgerInnenversammlung am 30. April 2010 in Paudorf gingen diesbezüglich die Emotionen hoch. Die NÖ Landesregierung und das Stift Göttweig müssen sich entscheiden: Gesundheit der Bevölkerung oder Geld? Geld oder Leben?> Mehr...
Wir werden den geplanten, zerstörerischen Rohstoffabbau im Hörfarthgraben verhindern, ein Umdenken einleiten und die Aufwertung des gesamten Dunkelsteinerwalds in ein Naturschutzgebiet erreichen. Deshalb bringen wir unsere Ideen ein und wirken mit, um sinnvolle wirtschaftliche Alternativen zum Steinbruchprojekt zu finden. Ziel ist es, die alte Kulturlandschaft Dunkelsteinerwald zu erhalten und die Arten- und Lebensraumvielfalt zu fördern. Der Dunkelsteinerwald ist kein Industriegebiet. Die Gesundheit der Menschen hat Vorrang. Kein Tempel, auch nicht das Benediktinerstift Göttweig, reicht an die Schönheit des Dunkelsteinerwalds heran.
Die Niederösterreichische Landesregierung ist nun am Zug!
Der NÖ Landesregierung alleine obliegt es, den gesamten Dunkelsteinerwald endlich zum Naturschutzgebiet zu erklären! Aktuelle Kommunikation mit der NÖ Landesregierung > Mehr...
Weitere Protestaktionen sind unvermeidlich
So gemütlich wie bisher wird es nicht mehr weitergehen. Die Verantwortlichen für dieses unwürdige Spiel werden sich rechtfertigen müssen. > Aktuelle Protestaktionen
BürgerInnenversammlung 30. April 2010
BürgerInnenversammlung, 30. April 2010. Im Bild von links: Dr. Norbert Skorjanz (Ref.), Walter Kosar (BI-Freunde des Dunkelsteinerwalds, Ref.) - Dr. Horst Oberndorfer (Moderator) - Bgm. Leopold Prohaska - Wolfgang Janisch (Sprecher BI Paudorf) - Pater Dr. Udo Fischer
Bei der BürgerInnenversammlung
am 30. April 2010 in Paudorf gingen diesbezüglich die Emotionen hoch. Die verschiedenen Standpunkte wurden klar. Gesundheit der Bevölkerung oder Geld für das Benediktinerstift Göttweig. Geld oder Leben! Kirche gegen Menschen! Die PaudorferInnen waren bei der BürgerInnenversammlung zahlreich vertreten. Über hundert Gäste erlebten im Gasthaus Grubmüller lebhafte Diskussionen. Dr. Skorjanz referierte über die Gefährlichkeit von Feinstaub, der Bürgermeister von Paudorf, Leopold Prohaska, sprach u.a. über die Ausgrenzung der Gemeinde durch die Niederösterreichische Landesregierung und der Sprecher der Bürgerinitiative "Lebenswertes Paudorf ," Wolfgang Janisch, zeigte nicht nur Fotos, wo Feinstaub wie Schnee auf Dächern und Straßen liegt, sondern auch bedrohliche Fotomontagen des geplanten Horrorsteinbruchs im Hörfarthgraben. Der Vertreter der Bürgerinitiative "Freundinnen und Freunde des Dunkelsteinerwalds" Walter Kosar hielt eine feurige Rede und ermutigte die Anwesenden zu verstärkten Protestmaßnahmen. Zahlreiche Wortmeldungen der BürgerInnen brachten Verzweiflung, Wut und Ohnmacht zum Ausdruck. Denn weder Politiker und Betreiber, noch die Grundeigentümer scheinen an der Gesundheit der Bevölkerung Interesse zu haben. Die Niederösterreichische Landesregierung übt seit Jahren einen undemokratischen Eiertanz und vermeidet Transparenz. Pater Mag. Maurus Kocher, der Leiter des Forstbetriebes Benediktinerstift Göttweig, übt ebenfalls. Er war auch unter den geladenen Gästen. Trotz wütender Proteste und trotz vieler unwiderlegbarer Argumente gegen den geplanten Steinbruch, blieb er dabei: Der Steinbruch im Hörfarther Graben wird gebaut, weil das Stift Göttweig Geld braucht!
DOKU > RADIO ORANGE 94.0
http://cba.fro.at/show.php?eintrag_id=17003
Fotos der BürgerInnenversammlung



