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Chronik
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GROSSER ERFOLG BEI BÜRGERINFORMATION IN KREMS Enormes Interesse bringt 600 Unterschriften beim Infotisch am 25. Juni! Die Informationsveranstaltung " Rettet den Dunkelsteinerwald" am 25. Juni 2011 in Krems war ein großer Erfolg. Das Interesse der Kremsereinnen und Kremser war überwältigend. > Mehr
BÜRGERMEISTERIN VON KREMS Persönlicher Gesprächstermin mit Bürgerinitiativen am 29. Juni 2011 Die Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Krems, Frau Ingeborg Rinke, hat auf unsere offene Einladung rasch reagiert. Nach einigen Verzögerungen fand sie nun doch Zeit für persönliche Gespräche mit den Bürgerinitiativen über die Zukunft des Dunkelsteinerwalds. > Mehr...
OFFENE EINLADUNGEN AN DIE VERANTWORTLICHEN POLITIKERINNEN zur INFORMATIONSVERANSTALTUNG „Rettet den Dunkelsteinerwald“ am 25. Juni 2011, in Krems, Täglicher Markt > Bundesminister DI Niki Berlakovich > Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll > Bürgermeisterin von Krems, Frau Ingeborg Rinke > Bürgermeister von St. Pölten, Mag. Matthias Stadler Die Bürgerinitiativen „Lebenswertes Paudorf“ und „Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds“ veranstalten am 25. Juni 2011 in Krems, am „Täglichen Markt“, in der Zeit von 8.00 – 14.00 Uhr, eine Bürgerinformation. Ziel der Veranstaltung in den Kremser Fußgängerzone ist es, die Kremser Bevölkerung über die tatsächlichen Auswirkungen des geplanten Riesensteinbruches vor ihrer Haustüre sowie über andere Bedrohungen des Dunkelsteinerwalds (z.B. eine geplante Kükenmast sowie eine bestehende Klärschlamm-Kompostieranlage in Wetzlarn) zu informieren. Der Informationsstand ist mit Schautafeln, Informationsblättern und Unterschriftenlisten ausgestattet. Weiters werden Flugzettel verteilt und damit auf die generationenübergreifende Gefährdung des Kremser Naherholungsgebietes Dunkelsteinerwald aufmerksam gemacht.
Informationsveranstaltung: "Rettet den Dunkelsteinerwald" Datum: Samstag, 25. Juni 2011, 09.00h - 14.00h Ort/Anfahrtsplan: > Krems, Täglicher Markt Presseaussendung: > Update vom 14. Juni 2011
VOM STEINBRUCH ZUM VERTRAUENSBRUCH Die Verzögerungstaktik der heimischen Politik führt zum Vertrauensbruch mit der Bevölkerung Die Zwischenbilanz der Bürgerinitiativen „Lebenswertes Paudorf“ und „FreundInnen des Dunkelsteinerwalds“ im Kampf für ein Naturschutzgebiet Dunkelsteinerwald und gegen den Riesensteinbruch Paudorf/Hörfarthgraben fällt ernüchternd aus. Während sich der Steinbruchmulti Asamer sowie die Mönche im Stift Göttweig zumindest einem Gespräch gestellt haben, fällt die Gesprächsbilanz bei den zuständigen PolitikerInnen negativ aus. > Mehr...
BÜRGERMEISTERIN VON KREMS Gesprächstermin geplatzt Die Bürgermeisterin von Krems, Frau Ingeborg Rinke, hat für Gespräche mit den Bürgerinitiativen "Lebenswertes Paudorf" und "FreundInnen des Dunkelsteinerwalds" persönlich keine Zeit. Stadessen wurde Stadtrat Bmstr. Ing. Erwin Krammer von ihr beauftragt, das Gespräch in ihrer Vertretung zu führen. Die Bürgerinitiativen lehnten ab. > Mehr...
NÖ Landesregierung Zweites Ersatz-Gespräch der BI im NÖ-Landhaus ging über die Bühne Nach mittlerweile fünf (!) offenen Briefen und einer Petition an LH Dr. Erwin Pröll, fand am 27. April 2011 die zweite Gesprächsrunde der Bürgerinitiativen "Lebenswertes Paudorf" sowie "FreundInnen des Dunkelsteinerwalds" mit der Koordinatorin der NÖ-Landesregierung statt, um endlich einen Gesprächstermin mit LH Dr. Erwin Pröll und den zuständigen Landesräten zu erreichen. > Mehr...
DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK Göttweig blockiert bereits begonnene Kanalbauarbeiten in Paudorf Nun rächt sich der mutige und demokratische Einsatz vieler PaudorferInnen, die Ihre schöne Gemeinde am Rand des Dunkelsteinerwalds vor dem drohenden Albtraum "Steinbruch Hörfarthgraben" retten wollen. Am 16. März 2011 wurden die bereits begonnen Kanalbauarbeiten in Paudorf von den Benediktinermönchen gestoppt und somit großer Schaden für die BürgerInnen von Paudorf und den Gemeindeabwasserverband Krems verursacht. > Mehr... Mehr...
9. April 2011 Abermaliger Gesprächstermin bei Mag. Pechter-Parteder Statt eines Gesprächs bei Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, wurde uns eine weiterer Termin bei der Koordinatorin der NÖ Landesregierung , Frau Mag. Pechter-Parteder, am 27. April, angeboten. Eine weitere Vetröstung bzw. Verzögerung? Urteilen sie selbst! Aktueller Schriftverkehr mit der NÖ Landesregierung > Schriftverkehrerkehr mit NÖ LG
5. April 2011 Verwaltungsstrafverfahren gegen BI "Lebenswertes Paudorf" eingestellt Das gegen den Sprecher der Bürgerinitiative "Lebenswertes Paudorf" geführte Verwaltungsstrafverfahren gem. § 45 Abs. 1 VStG wurde eingestellt. Wir gratulieren zu diesem Erfolg! > Mehr
4. April 2011 BUNDESMINISTER BERLAKOVICH Antwortschreiben oder Farce? Nach drei offenen Briefen an BM Niki Berlakovich kam endlich ein Lebenszeichen aus dem Lebensministerium. Nimmt der Umweltminister im "Internationalen Jahr der Wälder“ die Sorgen der Paudorfer Bevölkerung über den bedrohten Dunkelsteinerwald ernst? Urteilen Sie selbst! Aktueller Schriftverkehr mit Büro Berlakovich > Schriftverkehr mit BM Berlakovich
BUNDESMINISTER BERLAKOVICH Antwortschreiben oder Farce? Nach drei offenen Briefen an BM Niki Berlakovich kam endlich ein Lebenszeichen aus dem Lebensministerium. Nimmt der Umweltminister im "Internationalen Jahr der Wälder“ die Sorgen der Paudorfer Bevölkerung über den bedrohten Dunkelsteinerwald ernst? Urteilen Sie selbst! > Mehr...
OFFENER BRIEF an LH PRÖLL- BITTE UM GESPRÄCHSTERMIN Nach seiner visionären Rede bei der Eröffnung der Ausstellung “Bildschöne Wachau“ im Stift Göttweig, am 18. März 2011, nach vier offenen Briefen, einer Petition vom 3.10.2010 und einem Vorbereitungsbesuch bei Frau Mag. Pechter-Parteder, im Oktober 2010, hoffen die Bürgerinitiativen auf ein Gespräch mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. > Mehr...
GÖTTWEIG LÄSST ZWEITE GESPRÄCHSRUNDE PLATZEN Göttweig brüskiert AnrainerInnen, Bürgermeister sowie Bürgerinitiativen Entgegen des gemeinsamen Beschlusses der ersten Gesprächsrunde vom 1.2.2011 im Stift Göttweig, ist am 11. März 2011 kein Vertreter des Stiftes im Rathaus Paudorf erschienen. In Interviews verstrickt sich der Prior des Sifts in Unwahrheiten und Widersprüche. Ein offener Brief sowie heftiger Mailverkehr waren die Folge. > Mehr...
Abt Columban Luser sprach Am 18. Februar 2011 referierte der Abt des Benediktinerstifts, Mag. Columban Luser, im Pfarrsaal von Furth bei Göttweig über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Stifts.Bereits im Vorfeld herrschte Nervosität, denn der Veranstalter, der freundliche Pater Josef Lackstätter bat den aus Wien angereisten Journalisten von Radio Orange, Herby Loitsch, die Veranstaltung - auf Wunsch des Abtes - nicht zu filmen. Der Vertreter der Bürgerinitiative "Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds", Walter Kosar, wurde sogar gebeten, die Veranstaltung nicht mit dem Thema Steinbruch Paudorf/Hörfarthgraben zu stören! > Mehr...
1. Februar 2011 ERSTE GESPRÄCHSRUNDE IM STIFT GÖTTWEIG Viele offene Fragen/Standpunkte unverändert/2. Gesprächstermin am 11. März 2011 Am 1. Februar 2011 fand der erste "Dialog" zwischen Vertretern des Stiftes Göttweig, den Bürgerinitiativen „Lebenswertes Paudorf“, „FreundInnen des Dunkelsteinerwalds“ sowie der Gemeinde Paudorf statt. Eigentlich war es mehr eine Fragestunde, als ein echter Dialog. > Mehr...
Der Kampf gegen den Riesensteinbruch Paudorf/Hörfarthgraben Die Grundeigentümer im Benediktinerstift Göttweig, die Steinbruchbetreiber Asamer Holding AG und möglichweise auch die NÖ Landesregierung wollen gegen den Willen der Bevölkerung und des Gemeindevorstandes im Paudorfer Hörfarthgraben einen mindestens 50 Hektar großen Steinbruch errichten. Die Menschen in Hörfarth, Meidling, Paudorf und Umgebung sollen über weitere Jahrzehnte mit den unzumutbaren Auswirkungen eines riesigen Steinbruchs belastet, und das unwiederbringliche Naherholungsgebiet Dunkelsteinerwald - die grüne Lunge St. Pöltens - nachhaltig zerstört werden. Die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung werden – ausgerechnet im "Europäischen Jahr der Biodiversität" und kurz vor dem "Internationalen Jahr des Waldes" - beharrlich ignoriert, missachtet und ins Lächerliche gezogen.
Ähnlich wie im Fall des mittlerweile abgeblasenen "Windpark Hafnerbach" steigt auch in Paudorf der Druck auf UmweltschützerInnen und Bürgerinitiativen massiv. Bürgerinitiativen werden von Großwaldbesitzern und Großindustriellen verklagt und AktivistInnen werden offensichtlich mit Kündigung und Verlust von Aufträgen bedroht, sollten sie ihre Stimme gegen den geplanten Skandalsteinbruch im Paudorfer Hörfarthgraben erheben, bei Bürgerinitiativen mitarbeiten oder gar öffentlich ihr Gesicht zeigen. Ein Paudorfer, der anonym bleiben will: "Wir haben Angst! Ich traue mich nicht mehr den Steinbruch zu kritisieren, sonst verliere ich meinen Arbeitsplatz. Einem Bekannten wurde sogar gedroht, dass er seine Firma zusperren muss, sollte er irgend etwas gegen den Steinbruch unternehmen". Eine Paudorferin meinte dazu: "Das ist hier genauso mafiös und korrupt wie in Russland. Mit Demokratie hat das nichts zu tun. Und das mitten in Niederösterreich!" .
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BürgerInneversammlung, 30. April 2010
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Bei der BürgerInnenversammlung, am 30. April 2010, in Paudorf gingen die Emotionen hoch. Die verschiedenen Standpunkte wurden klar. Gesundheit der Bevölkerung oder Geld für das Benediktinerstift Göttweig. Geld oder Leben! Kirche gegen Menschen! Die PaudorferInnen waren bei der BürgerInnenversammlung zahlreich vertreten. Über hundert Gäste erlebten im Gasthaus Grubmüller lebhafte Diskussionen. Dr. Skorjanz referierte über die Gefährlichkeit von Feinstaub, der Bürgermeister von Paudorf, Leopold Prohaska, sprach u.a. über die Ausgrenzung der Gemeinde durch die Niederösterreichische Landesregierung und der Sprecher der Bürgerinitiative "Lebenswertes Paudorf ," Wolfgang Janisch, zeigte nicht nur Fotos, wo Feinstaub wie Schnee auf Dächern und Straßen liegt, sondern auch bedrohliche Fotomontagen des geplanten Horrorsteinbruchs im Hörfarthgraben. Der Vertreter der Bürgerinitiative "Freundinnen und Freunde des Dunkelsteinerwalds" Walter Kosar hielt eine feurige Rede und ermutigte die Anwesenden zu verstärkten Protestmaßnahmen. Zahlreiche Wortmeldungen der BürgerInnen brachten Verzweiflung, Wut und Ohnmacht zum Ausdruck. Denn weder Politiker und Betreiber, noch die Grundeigentümer scheinen an der Gesundheit der Bevölkerung Interesse zu haben. Die Niederösterreichische Landesregierung übt seit Jahren einen undemokratischen Eiertanz und vermeidet Transparenz. Pater Mag. Maurus Kocher, der Leiter des Forstbetriebes Benediktinerstift Göttweig, übt ebenfalls. Er war auch unter den geladenen Gästen. Trotz wütender Proteste und trotz vieler unwiderlegbarer Argumente gegen den geplanten Steinbruch, blieb er dabei: "Der Steinbruch im Hörfarther Graben wird gebaut, weil das Stift Göttweig Geld braucht!" FOTOS > Fotos der Bürgerversammlung MEDIEN > Medien
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1. Demo vor Stift Göttweig
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23. Mai 2010 Die Proteste gegen den geplanten Steinbruch und den Grundeigentümer, dem Benediktinerstift Göttweig, werden immer lauter! Drei Bürgerintiativen und zirka 150 friedliche BürgerInnen, darunter viele Eltern mit Kindern, aus Paudorf, Krems und Wien versammelten sich am Pfingstsonntag 2010 bei der Auffahrt zum Stift Göttweig, um gegen den geplanten Steinbruch im Hörfarthgraben zu protestieren. Mit Transparenten, Protestschildern, Musik und Megaphon marschierten die DemonstrantInnen zum Tor des Stiftes, um dem Abt eine Petition zu überreichen. An dessen Stelle nahm der Prior der Mönchsgemeinschaft, Pater Maximilian Krenn, die Petition entgegen. Er zeigte sich der Verantwortung des Stiftes für die Gesundheit der Bevölkerung und für den Dunkelsteinerwald bewusst und signalisierte Dialogbereitschaft mit den Bürgerinitiativen. 25. Mai 2010 Dritter offener Brief an Abt. Columban Luser 21. Juni 2010 Vierter offener Brief an Abt Columban Luser Pater Maximilian brach sein Versprechen Wir nahmen Pater Maximilian zwar beim Wort, doch trotz mehrfacher Nachfrage herrscht kirchliches Stillschweigen. Was will man uns veschweigen? Wovor fürchten sich die Mönche? Pater Mag. Maurus in einem Interview mit P3tv "Es gibt laufend Gespräche mit den Betroffenen. Ich halte aber wenig davon mit Leuten zu reden, die erstens nicht hier leben und die zum Teil auch wenig Ahnung haben von Ökologie!" Die kürzlich erfolgten Rodungen im Bereich der jetzigen Probebohrungen wären lt. Pater Maurus "normale forstwirtschaftliche Nutzung!" Wer's glaubt, wird selig! Interessant ist auch diese Aussage von Pater Maurus: "Die Gesundheit der Bevölkerung ist im Stift Göttweig ein ganz großes Anliegen!" Diese Argumente sind genauso falsch, wie die entlarvende Grammatik und genauso unwahr, wie die Gesprächszusage des Priors Maximilian. MEDIEN > Medien FOTOS > Fotos der 1. Demo vor Göttweig PETITION > Petition an das Benediktinerstift Göttweig
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2. Demo vor Stift Göttweig
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21. Juni 2010 Vierter offener Brief an Abt Columban Luser
DREIFACH-DEMO VOR GÖTTWEIG, am 7. Juli 2010 Friedlich, diszipliniert und erfolgreich! An gleichzeitig drei Plätzen wurde am 7. Juli 2010 gegen den geplanten Steinbruch „Paudorf/Hörfarthgraben“ demonstriert. Am Shuttlebus-Parkplatz der Kaserne Mautern, bei der Auffahrt zum Benediktinerstift Göttweig sowie direkt vor dem Stift, wurde das Publikum des Open-Air-Konzerts (Elīna Garanča) mit Transparenten, Flugblättern und Schautafeln auf die Bedrohung des Dunkelsteinerwalds aufmerksam gemacht. Solidaritätsbekundungen, aufmunternde und zustimmende Zurufe, Victory Zeichen, spürbares Interesse der fast 4000 BesucherInnen, Kaiserwetter und eine reibungslose Zusammenarbeit mit den Behörden waren (vorerst) der Lohn. LH Erwin Pröll stellte sich leider nicht den DemonstrantInnen, sondern wurde über einen Hintereingang zum Konzert gebracht.
Zitate aus der Doku von RADIO ORANGE (Herby Loitsch) Dr. Werner Nikisch (Bezirkshauptmann von Krems): „Ich befürchte keine Ausschreitungen“ „Wir wollen die demokratischen Rechte wahren lassen“ "Es stimmt, dass Probebohrungen forstrechtlich genehmigt sind, und zwar sind an mehreren Stellen, zu je 100 m² Flächen vorgesehen, wo Probebohrungen vorgenommen werden, um feststellen zu können, ob sich ein Steinbruch überhaupt rechnen würde! Zum Thema Feinstaub: „Es gibt sehr wohl Messungen! Nur offizielle Messstellen, die ständig betrieben werden, die sind natürlich nicht flächendeckend über das ganze Land in einem Raster aufgebaut. Wir haben natürlich auch Messungen durchführen lassen beim Steinbruch (Meidling, Anm. d. Red.). Soweit mir bekannt ist, sind keine eklatanten Überschreitungen festgestellt worden.“
Leopold Prohaska (Bürgermeister von Paudorf): „Ich glaube nicht, dass das (der geplante zweite Steinbruch, Anm. d. Red.) ein Nachfolgesteinbruch ist, weil es eine zehnjährige Übergangsfrist gibt, wo beide Steinbrüche gleichzeitig in Betrieb sein dürfen und ich glaube zehn Jahre sind zu lange für die Belastung der Bevölkerung.“ Zur Behauptung von Pater Maurus, es gäbe laufend Gespräche mit Betroffenen: „Von laufenden Gesprächen mit den Betroffenen, mit den Anrainern, weiß ich nichts!“
LAbg. Dr. Madeleine Petrovic (Landessprecherin, Die Grünen NÖ) zum - vom NÖ-Landtag abgelehnten – Antrag der Grünen auf „ Naturschutz für den gesamten Dunkelsteinerwald“: „Wir werden noch einmal einen derartigen Antrag stellen und das präzisieren auf das Gemeindegebiet von Paudorf, wo man uns signalisiert hat, dass es dort vielleicht mehr Zustimmung geben könnte.“ „Die Materie ist im Landtag präsent! Die politischen Parteien haben keine Ausrede zu sagen, wir wissen ja gar nicht, was da vorgeht, das ist ein lokales Problem. Die Angelegenheit ist auf der Landesebene!“ „Man merkt halt, dass leider Gottes im Bereich von Stiften die Einnahmen und das Geld mehr zählen, als die Zukunft der Kinder und der Natur!“
Hannes de Witt (Anrainer, Kulturstadtrat Stockerau): "Die Landesregierung will partout nicht einlenken. Die Aussage von Landesrat Heuras, es ist nicht gewidmet, somit interessiert es das Land Niederösterreich nicht, ist sehr schwach!" „Für mich liegt die Vermutung nahe, dass die Wirtschaft, also Asamer, die Landesregierung und Landeshauptmann Pröll, der da sehr wohl involviert ist, und das Stift Göttweig unter einer Decke stecken und versuchen, über die Köpfe der Bürger und der Bürgerinitiativen hinweg, das auf die lange Bank zu schieben.“ „Wenn wir uns nicht aktiv wehren, glauben diese Organisationen, dass das eine gegessene Sache ist.“ „Ich bin Kommunalpolitiker, bei mir steht an der ersten Stelle der Mensch!“
Wolfgang Janisch (BI, Lebenswertes Paudorf): „Seit unserer letzten Demo hat sich niemand gerührt von den Padres, da herrscht eisernes Schweigen. Der Sinn unserer Demonstration ist die Verhinderung des zweiten Steinbruchs, um die Padres endlich zum Nachdenken anzuregen, von ihrem hohen Berg herunterzukommen, mit der Bevölkerung zu reden und nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg zu fahren!“
DemonstrantInnen und BesucherInnen des Garanča-Konzerts: „Seit der Asamer da draußen sprengt, habe ich Schlafapnoe, eine Hausstauballergie, bin alle Jahre im Spital und gesundheitlich angeschlagen.“ „Ich glaube, dass es Naturzerstörung ist, was die Firma Asamer macht!“ „Man muss reden, man darf nicht das Wort verweigern! Da bin ich ganz auf Ihrer Seite“ "Das ist eine sehr kultivierte Demonstration!" Der Einsatzleiter der Polizei nach der Demo: "Es war eine friedliche Demonstration. Sämtliche Anweisungen wurden von den Teilnehmern der Kundgebung eingehalten, zur vollsten Zufriedenheit!"
Ablauf > Anmeldung Demo2/Göttweig > Postwurfsendung > Flugblatt Demo MEDIEN > Medien FOTOS > Fotos der Demo SCHRIFTVERKEHR MIT STIFT GÖTTWEIG > Schriftverkehr
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1. Demo vor ASAMER Holding, 30. Juni 2010
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24. Juni 2010, DRITTER OFFENER BRIEF Dr. Manfred Asamer
Um den geplanten Skandal-Steinbruch Paudorf/Hörfarthgraben in Niederösterreich zu verhindern, protestierten am Mittwoch, dem 30. Juni 2010, drei Bürgerinitiativen friedlich, aber lautstark vor den Toren des Steinbruchmultis ASAMER Holding AG (60 Abbaugebiete!) im oberösterreichischen Ohlsdorf. Um die Mittagszeit erschien plötzlich der Geschäftsführer des Unternehmens Robert Pree. Mit forscher Stimme erklärte er sich bereit, mit einer (!) verantwortlichen Person zu sprechen: "Sie können zu uns herein kommen. Sie wollen was von uns, wir nicht von Ihnen. Aus, Ende!" Journalisten dürfen aber nicht dabei sein! Ein Journalist von Zeidung.at wurde kurz vorher abgewiesen!
Schlussendlich saßen dann doch die VertreterInnen aller drei Bürgerinitiativen, Wolfgang Janisch, Walter Kosar, Fridolin Knoblach, Evelyn Grasinger und ein Journalist von Radio Orange (Herby Loitsch) im Besprechungszimmer, gemeinsam mit Dr. Manfred Asamer und GF Robert Pree. Der Journalist musste allerdings vorher seine Kamera und sein Tonaufnahmegerät abgeben. Walter Kosar von der BI "Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds" eröffnete die Diskussion, indem er die Forderungen der Bürgerinitiativen vorlegte. GF Pree reagierte gereizt, Dr. Asamer blieb bemüht freundlich.
Aussagen von Dr. Manfred Asamer: "Wir brauchen eine Erweiterung, jetzt geht’s ja nur mal um das regionale Raumordnungsprogramm, und das regionale Raumordnungsprogramm heißt, dass etwas umgewidmet wird."
Auf den Vorhalt, dass dem Bürgermeister von Paudorf zugesagt wurde, nach dem Ablauf des alten Steinbruchs in Meidling würde kein weiterer Steinbruch folgen (immerhin wurden bereits einige Häuser in das betroffene Gebiet gebaut): "Warum ich nicht bereit bin in dauernde Diskussionen einzusteigen? Wenn die eine Seite sagt, die andere Seite darf es nicht mehr geben, Ihr hab kein Existenzrecht, dass euer Betrieb langfristig besteht, dann kann man auch keinen konstruktiven Dialog führen. Wir wollen dort langfristig arbeiten und Wenn Sie sagen, euch darf es in 7 Jahren nicht mehr geben, dann sind wir leider kein Gesprächspartner. Es ist so!" Allerdings wurde das Existenzrecht der Firma Asamer niemals in Frage gestellt, sondern nur der geplante Steinbruch "Paudorf/Hörfarthgraben".
"Im Vergleich zur Gesamtgröße des gesamten Waldgebietes ist die Größe des Steinbruches untergeordnet. Es wird immer wieder abgebaut und rekultiviert, die offene Fläche ist nie 50 ha, das ist ja nur das Erkundungsgebiet. Offene Fläche sind max. 10 ha und das wandert"
"Wir tun es eh nicht wegen uns, sondern weil es am Markt gebraucht wird! Überall herrschen geordnete Verhältnisse, genauso wie in Meidling, ein Betrieb, der am letzten und modernsten Stand ist, von den Emissionen."
"Wir haben eigentlich nirgends mit Anrainern ein Problem und auch nicht mit Umweltbehörden." Die Proteste der Bevölkerung in Paudorf, deren VertreterInnen soeben vor ihm sitzen, fallen offensichtlich in den kryptischen Worttopf "eigentlich"!
"Unsere Meinung ist, dass das nicht gesundheitsgefährdend ist. Wir haben nicht das geringste schlechte Gewissen, dass wir irgendetwas falsch machen." Auf die berechtigte Frage, wie er das beweisen kann und woher er weiß, dass kein Feinstaub produziert wird, kam Dr. Asamer leicht ins Trudeln: "Das stellen eh nicht wir fest, das stellt die Behörde fest. Die Behörde und andere Gutachten attestieren uns, dass wir alle Gesetze einhalten !" Das bedeutet wohl, niemand ist interessiert an einer Feinstaubmessung, weder die Behörde, noch die Grundeigentümer im Stift Göttweig, schon gar nicht Dr. Asamer. Die Aussage, die Steinbrüche seien nicht gesundheitsgefährdend, konnte somit nicht bewiesen werden und ist unglaubwürdig.
Der ehemalige Revierförster Fridolin Knoblach vom Österreichischen Bundesverband zum Schutz des Waldes betonte, dass es im Dunkelsteinerwald viele bedrohte Tierarten gibt, alles Kulturflüchter, die niemals wiederkommen, sobald sie einmal weg sind. Fridolin Knoblach, die Sprecherin der Bürgerinitiative "Komitee zum Schutz des Dunkelsteinerwalds" Evelyn Grasinger und der Sprecher der BI "Lebenswertes Paudorf" Wolfgang Janisch richteten einen eindringlichen Appell an Dr. Asamer: "Bitte, Herr Dr. Asamer, ziehen Sie das Steinbruchprojekt Paudorf/Hörfarthgraben im Dunkelsteinerwald zurück!"
Walter Kosar erinnerte noch an die Aussage des ehemaligen Asamer-Geschäftsführers Michael Reiser, der in einem Kurierinterview sagte: "Wir investieren nur dort, wo wir willkommen sind". Dazu Kosar: "Sie sind nicht willkommen! Als Steinbruchbetreiber nicht, als Wanderer jederzeit!" Am Ende der Sitzung wurde Dr. Asamer eine Petition mit den Forderungen der drei Bürgerinitiativen überreicht. Kurz nach unserem Gespräch mit Dr. Asamer erklärte die Firmensprecherin, Marion Velik, dem KURIER: "Wir lassen uns nicht vom Erschließen des Steinbruchs abbringen!". Das soll wohl bedeuten, dass Herrn Asamer die Bedürfnisse der betroffenen Menschen nichts bedeuten und dass seine Absicht, aus dem Hörfarthgraben ein Hörfarthgrab zu machen, aufrecht bleibt.
Wir kommen wieder „So gemütlich wie bisher wird es nicht weitergehen!“, sind die engagierten AktivistInnen aus Wien und Niederösterreich nach diesem Gespräch überzeugt."Wenn's sein muss, dann kommen wir wieder - und wir werden mehr sein!", so ein Demonstrant aus dem Dunkelsteinerwald.
Immerhin! Im Gegensatz zu involvierten Politikern und den Mönchen des Benediktinerstifts Göttweig, die sich bis heute vor jedem Dialog mit den BI drücken, hatte Dr. Asamer genug Mut mit den Bürgerinitiativen offen zu sprechen. Das muss man lobend erwähnen!
Ablauf > Anmeldung Demo gegen Asamer Holding > Website Asamer Holding AG > Flugblatt Demo Asamer > Petition an ASAMER vom 30. Juni 2010
FOTOS > Fotos Asamer-Demo MEDIEN > Medien KORRESPONDENZ > Archiv
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1. Demo vor NÖ Landtag, 7. Okt. 2010
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"HÄNDE WEG VOM DUNKELSTEINERWALD!" 7. Oktober 2010 Lautstarker Bürgerprotest gegen den geplanten Riesensteinbruch Paudorf/Hörfarthgraben vor der NÖ Landesregierung in St. Pölten
Da die Verantwortlichen bisher fast alle Gesprächsangebote der Bürgerinitiativen konsequent ignorierten und weil ausserdem jede demokratische Transparenz fehlt, fand am 7. Oktober 2010 eine lautstarke Demonstration vor der NÖ Landesregierung statt. Von 10.00h bis 12.30h protestierten ca. 30 Personen (drei Bürgerinitiativen sowie BürgerInnen aus Paudorf und Umgebung) gegen den geplanten Riesensteinbruch Paudorf/Hörfarthgraben. Viele BürgerInnen wagten es allerdings nicht zu dieser Demo zu kommen. Die Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, war größer, als die Verzweiflung über den geplanten Steinbruch. Die mutigen TeilnehmerInnen der Demonstration skandierten umso lauter ihre Parolen ("Naturschutz Ja, Steinbruch Nein, so viel Hirn muss sein"). Antisteinbruch- und Pro-Dunkelsteinerwaldlieder wurden gesungen ("Kein Steinbruch mehr im Dunkelsteinerwald, Gesundheit ist uns wichtiger, wir werden lieber alt") und Forderungen per Megafon vorgetragen. TouristInnen, BesucherInnen, Beschäftigte des Regierungsviertels sowie St. Pöltner SchülerInnen und deren LehrerInnen nahmen die Demonstration überraschend freundlich auf.
Stellvertretend für den in Brüssel weilenden LH Dr. Erwin Pröll wurde dem NÖ Landesrat für Bildung, Jugend u. Raumordnung, Mag. Johann Heuras, kurz vor der Landtagssitzung eine Petition mit den Hauptforderungen der Bürgerinitiativen überreicht! Mag. Heuras äußerte Verständnis für die Sorgen der Paudorfer Bevölkerung und betonte, dass das betroffene Gebiet im Dunkelsteinerwald ganz bewusst (noch?) nicht zur Eignungszone erkärt wurde. Gegen die Genehmigung der Probebohrungen kann man, lt. Mag. Heuras, leider nichts machen, denn diese sei rechtskonform. Der Landesrat versprach den Bürgerinitiativen mehr Transparenz, einen besseren Informationsfluss und signalisierte Unterstützung der Landesregierung für den Dunkelsteinerwald und seine Bevölkerung.
Wolfgang Janisch von der BI "Lebenswertes Paudorf" und Walter Kosar von den "Freunden und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds" forderten abermals die Einbeziehung der Bürgerinitiativen in die Entscheidungsprozesse und ein baldiges Gespräch mit dem Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll und allen zuständigen Landesräten. Bevor Herby Loitsch vom Wiener Radiosender RADIO ORANGE ein Interview mit Landesrat Heuras machte, verabschiedeten sich Janisch und Kosar prophetisch: "Spätere Generationen werden uns danken, dass wir einen Beitrag zur Rettung des Dunkelsteinerwalds geleistet haben!" Landesrat Heuras verabschiedete sich nachdenklich, aber freundlich. Vorbildlich war (wieder einmal) das korrekte Verhalten der St. Pöltner Polizei. Vom Anfang bis zum Ende der Versammlung herrschte gute Kooperation. Entsprechend dem §7 des Versammlungsgesetzes endete die Versammlung pünktlich um 12.30h. Um 13.00h begann die Landtagssitzung!
Hintergrundinfo Die Grundeigentümer im Benediktinerstift Göttweig, die Steinbruchbetreiber Asamer Holding AG und möglichweise auch die NÖ Landesregierung wollen gegen den Willen der Bevölkerung und des Gemeindevorstandes im Paudorfer Hörfarthgraben einen mindestens 50 Hektar großen Steinbruch errichten. Die Menschen in Hörfarth, Meidling, Paudorf und Umgebung sollen über weitere Jahrzehnte mit den unzumutbaren Auswirkungen eines riesigen Steinbruchs belastet, und das unwiederbringliche Naherholungsgebiet Dunkelsteinerwald - die grüne Lunge St. Pöltens - nachhaltig zerstört werden. Die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung werden – ausgerechnet im "Europäischen Jahr der Biodiversität" und kurz vor dem "Internationalen Jahr des Waldes" - beharrlich ignoriert, missachtet und ins Lächerliche gezogen.
Ähnlich wie im Fall des mittlerweile abgeblasenen "Windpark Hafnerbach" steigt auch in Paudorf der Druck auf UmweltschützerInnen und Bürgerinitiativen massiv. Bürgerinitiativen werden von Großwaldbesitzern und Großindustriellen verklagt und AktivistInnen werden offensichtlich mit Kündigung und Verlust von Aufträgen bedroht, sollten sie ihre Stimme gegen den geplanten Skandalsteinbruch im Paudorfer Hörfarthgraben erheben, bei Bürgerinitiativen mitarbeiten oder gar öffentlich ihr Gesicht zeigen.
Ziel der vielen Bürgerproteste ist es, die vorhandene Kulturlandschaft Dunkelsteinerwald zu erhalten, die Arten- und Lebensraumvielfalt zu fördern und bedrohte Vogelarten vor dem Aussterben zu bewahren, die dort leben und brüten, wie zum Beispiel Schwarzstorch, Uhu und Wiedehopf. Diptam, Graslilie, Rotes und Weißes Waldvögelein, Geflecktes Knabenkraut, Wiesenenzian, Adonisröschen und Türkenbundlilie sind nur einige der seltenen Pflanzenarten, welche im Dunkelsteinerwald blühen. Der Dunkelsteinerwald ist kein Industriegebiet, sondern hat große Bedeutung für die Gesundheit der Menschen und die Biodiversität in Niederösterreich.
Flugblatt > Flugblatt Demo 7. Okt. 2010 Unterstützt wurde die Demonstration von Paudorfs Bürgermeister Leopold Prohaska http://www.dunkelsteinerwald.org/downloads/infobgmprohaskapaudorfsep2010.pdf und LHstv. Dr. Sepp Leitner Aktuelle Äusserungen zum Steinbruchprojekt Begleitet wurde der Bürgerprotest vom mittlerweile dritten offenen Brief und einer Petition an LH. Dr. Erwin Pröll Organisation > Erster offener Brief an LH Pröll > Zweiter offener Brief an LH Pröll > Dritter offener Brief an LH Pröll > Anmeldung Demo 7. Okt. 2010 > Vierter offener Brief an LH Pröll Presseinformation > Presseaussendung vom 29. Sep. 2010 Aktuelle Presseartikel vor der Demo > Bezirksblätter, 29.9.2010 > PROFIL, 27.9.2010 > NÖN, 4. Okt. 2010 > KURIER, 6. 10. 2010 > Kronen Zeitung, 6. 10. 2010 nach der Demo > KURIER, 8.10.2010 > HEUTE, 8.10. 2010 RADIO ORANGE, Dokumentation der Demo http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=18895 P3tv, 8.10.2010 > Webtv, Bürgerprotest vor NÖ Landhaus > P3tv auf youtoube Fotos Demo, 7. Oktober Zitate zum Steinbruchprojekt > ZITATE
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Repressalien gegen Umweltschützer
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25. August 2010 Angst in Paudorf Ähnlich wie im Fall des mittlerweile abgeblasenen "Windpark Hafnerbach" steigt auch in Paudorf der Druck auf UmweltschützerInnen und Bürgerinitiativen. AktivistInnen werden offensichtlich mit Kündigung und Verlust von Aufträgen bedroht, sollten sie ihre Stimme gegen den geplanten Skandalsteinbruch im Paudorfer Hörfarthgraben erheben oder gar bei den Bürgerinitiativen mitarbeiten. Ein Paudorfer, der anonym bleiben will: "Wir haben Angst! Ich traue mich nicht mehr den Steinbruch zu kritisieren, sonst verliere ich meinen Arbeitsplatz. Einem Bekannten wurde sogar gedroht, dass er seine Firma zusperren muss, sollte er irgend etwas gegen den Steinbruch unternehmen". Eine Paudorferin meinte dazu: "Das ist hier genauso mafiös und korrupt wie in Russland. Mit Demokratie hat das nichts zu tun. Und das mitten in Niederösterreich!" . Am 25. August 2010 wurde uns ein anonymes - nie abgeschicktes - Schreiben an die Kremser Zeitung zugespielt, in dem die (un)heimlichen Vorbereitungsmaßnahmen der Firma Asamer sowie der ÖBB zum Steinbruch angeprangert werden. Der oder die Verfasser/in dieses Schreibens hat offensichtlich Angst vor Repressalien. Wir veröffentlichen hiermit diesen Brief!
13. August 2010 ASAMER Holding klagt Naturschützer, weil er im Wald fotografiert! Weil er im Dunkelsteinerwald fotografiert hatte, wurde der Sprecher der Bürgerinitiative "Lebenswertes Paudorf", Wolfgang Janisch, vom Steinbruchbetreiber Asamer Holdig AG verklagt. Der Anwalt des Oberösterreichischen Großunternehmens, Dr. jur. Markus L. Nussbaumer, (Saxinger Chalupsky & Partner), ist laut Kurier vom 13. August 2010 überzeugt, Herr Janisch hätte sich beim Fotografieren in der Nähe des bereits bestehenden Steinbruchs Meidling nicht erholt und somit gegen das Forstgesetz 1975 verstoßen. Laut Forstgesetz 1975 § 33 Abs. 1 darf jeder Mensch den Wald zu Erholungszwecken betreten und sich dort aufhalten. Das Forstgesetz bzw. die Rechtsprechung legen auch gleich selbst fest, was nicht unter Erholungszwecke fällt: Lagern bei Dunkelheit, Zelten, Befahren, Reiten, Radfahren.
Zitate des von Asamer beauftragten Linzer Anwaltes: „Im Hinblick auf die laufenden, vielfältigen Angriffe des Herrn Janisch besteht jedoch mittlerweile für meine Mandantschaft keine Veranlassung mehr, sich noch in irgendwelcher Zurückhaltung zu üben“, Herr Janisch hat den Wald sicherlich nicht zu Erhiolungszewecken betreten" und "Alle in Rede stehenden Aufnahmen wurden überdies offenkundig (...) abseits von Waldflächen, wo man sich erholen könnte, nämlich im unmittelbaren Nahebereich der Bruchkante bzw. (...) der Einzäunung ihres Bergbaugeländes gemacht".
Abgesehen davon, dass der Dunkelsteinerwald gar nicht der Firma Asamer gehört, abgesehen davon, dass die Herren der Asamer Holding und ihre Beauftragten den Dunkelsteinerwald permanent ohne Erholungsabsicht betreten (schließlich wollen sie bald riesige Mengen Granulit extrahieren und verkaufen) und abgesehen davon, dass der Rechtsvertreter des Steinbruchbetreibers ohne Zurückhaltung hiermit offen zugibt, dass man sich im Nahebereich des bestehenden Steinbruchs in Meidling gar nicht erholen kann (!), versuchen Asamer & Co offensichtlich Naturschützer und Bürgerinitiativen massiv einzuschüchtern, in Misskredit zu bringen und Behörden mutwillig zu schikanieren.
Auf der Homepage der Asamer Holding wird man mit folgendem Zitat begrüßt: "Von Grund auf mit Vertrauen erfolgreich". Ob sich dieser Spruch im Falle des geplanten Horrorsteinbruchs im Dunkelsteinerwald bewahrheitet, wird von der betroffenen Bevölkerung und den Bürgerinitiativen stark bezweifelt!
Der Steinbruchmulti Asamer und dessen Rechtsvertretung interpretieren das Forstgesetz - ähnlich wie der Großwaldbesitzer Felix Montecuccoli im Fall des mittlerweile abgeblasenen Windparks Hafnerbach - ganz einfach nach ihren Privat- bzw. Geschäftsinteressen und gefährden somit nicht nur das österreichische Wegerecht, sondern auch die Demokratie in Niederösterreich.
Diese Verfahren werden Signalwirkung haben! Wenn jemand im Wald fotografiert oder wie im Falle Windpark Hafnerbach nur durch den Wald wandert, so kann das gegen kein Gesetz verstoßen. Gerechterweise müssten die Herren Montecuccoli und Asamer wegen mutwilliger Inanspruchnahme der Behörde angezeigt und bestraft werden, aber das kann ja noch werden. Diese Verfahren werden auf jeden Fall Signalwirkung für den künftigen Umgang mit bürgerlichen Freiheitsrechten haben und zeigen, ob in Niederösterreich rechtsstaatliche Zustände herrschen! > KURIER, 13.8.2010 > kurz&bündig, 30.8.2010
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