Treibjagden im Dunkelsteinerwald

ANZEIGE ABGELEHNT

Einschüchterungsversuch der Österreichischen Jagdverbände
Mittlerweile wird von einigen Seiten versucht Bürgerinitiativen und SympathisantInnen einzuschüchtern. Denn nicht nur die BH St. Pölten eröffnete ein Verwaltungsstrafverfahren gegen uns, sondern auch der streitbare Generalsekreär der Österreichischen Jagdverbände, Dr. Peter Lebersorger (Tatbestand: Ankündigung einer Treibjagd auf unserer Website). Die Staatsanwaltschaft Wien lehnte seine Anzeige prompt ab, denn die Ankündigung einer Treibjagd stellt keinen Strafbestand dar! Eine Treibjagd muss, wie jede Jagd, angekündigt werden! Die Ankündigung war deshalb auch am Gemeindeamt Hafnerbach öffentlich angeschlagen.

Wir werden deshalb auch die nächste Treibjagd Montecuccolis ankündigen!

"Blood on his tracks"

MONTECUCCOLI'S TREIBJAGD IM DUNKELSTEINERWALD
Die letzte Treibjagd des Waldeigentümers, DI Felix Montecuccoli, fand am 7. Dezember 2009 statt. Mit 40 - 50 geladenen, meist aristokratischen Gästen und Geschäftspartnern, veranstaltete Montecuccoli einen Tag lang Treibjagd auf Tiere des Dunkelsteinerwalds.

Übertriebener Polizeieinsatz
Ein Journalist berichtete uns von übertrieben vielen Einsatzwägen der St. Pöltner Polizei, die die öffentliche Straße zur Burgruine Hohenegg blockierten. Übertrieben deshalb, weil außer der Jagdgesellschaft und der Polizei ohnehin niemand am Treffpunkt erschien. Dass die Polizei, auf Kosten der SteuerzahlerInnen, die noble Jägerschaft vor sich selbst beschützen muss, ist bedenklich. Zusätzlich gab es eine Reihe von Jagdaufsehern, die Patrouillen fuhren. Interessanterweise gab es eine weitere Jagd in Gansbach. Diese Jäger waren allerdings sehr freundlich und rundherum gab es kein einziges Zeichen von Betretungsverboten oder jagdlichen Sperrgebieten.
Offensichtlich haben wir, alleine durch die schlichte Ankündigung der Montecuccoli'schen Treibjagd, in eine uralte Eiterbeule gestochen: Die Anmassung gewisser Kreise, im 21. Jahrhundert noch immer mittelalterliche Treibjagden zu ihrem gesellschaftlichen Highlight zu machen. Wer dagegen ist wird kriminalisiert und bedroht - seit Jahrhunderten!

Heftige Reaktionen, Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft, Drohanrufe
Am 30. November 2009 teilte uns der Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Jagdverbände, Dr. Peter Lebersorger, telefonisch mit, dass er unseren Ankündigungstext zur Treibjagd ausgedruckt, und der Staatsanwaltschaft übergeben hat. Dr. Lebersorger interpretiert unsere Veröffentlichung nämlich als Aufruf zu illegalen Störaktionen bzw. versucht, unserer Bürgerinitiative illegale Absichten zu unterstellen. Auf unsere berechtige Frage, auf welche konkrete Textstellen sich seine Anschuldigungen beziehen, gab er - nach längerem Nachdenken - die "Beschreibung der Anreise" an! Bei einem weiteren Telefonat, am 1. Dezember 2009, drohte Dr. Lebersorger mit erregter Stimme und folgenden Worten: "Wir werden uns massiv zur Wehr setzen! Wir sehen uns ja am 7. Dezember!"

Wir nahmen diese Drohungen ernst und wichen der Gewalt!

Wir kamen nicht zum Treffpunkt der Treibjagdgesellschaft und rieten auch vom Besuch der Burgruine Hohenegg, am Montag, dem 7. Dezember 2009, ab! Die Sicherheit aller war uns wichtiger! Auf Grund der Anzeige bei der Staatsanwaltschaft durch Dr. Peter Lebersorger, seiner persönlichen Drohungen und auf Grund zusätzlicher, anonymer Drohanrufe, konnten wir nämlich nicht mehr davon ausgehen, dass sich diese Jagdgesellschaft zivilisiert verhalten wird. Zwar lag der Treffpunkt an einer öffentlichen, für alle jederzeit zugänglichen Straße (von Hafnerbach nach Öd) , trotzdem haben wir - aus Sicherheitsgründen - die Anreisebeschreibung gelöscht.

Wir lehnen Gewalt ab
und vermieden, unter solchen bedrohlichen Umständen, die Konfrontation mit fünfzig schwer bewaffneten - meist männlichen - Gastjägern, die sich sogar vor einer Website fürchten! Menschen mit so schwachen Nerven, sollten besser keine Waffen tragen! Das Bedrohungsszenario hat auch eine gefährliche politische Botschaft: Eine Kampfansage an kritische Geister und demokratische Bewegungen in Österreich!

Wir rufen die Verantwortlichen zur Besonnenheit auf!
Auf Grund der völlig überzogenen Reaktionen der Veranstalter, rufen wir den Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Jagdverbände, Herrn Dr. Peter Lebersorger, Herrn Felix Montecuccoli sowie Veranstalter ähnlicher Treibjagden, zu mehr Besonnenheit auf.

Bei der Behörde hatte Dr. Lebersorger keinen Erfolg!
Wie uns im März 2010 vom der Kriminalpolizei mitgeteilt wurde, lehnte die Behörde die Anzeige Dr. Lebersorgers prompt ab, denn die Ankündigung einer Treibjagd kann man auf jedem zuständigen Gemeindeamt lesen und stellt keinen strafrechtlichen Tatbestand dar. Wir werden selbstverständlich auch die nächste Treibjagd Montecuccolis rechtzeitig ankündigen!

Schlechte Qualität des Fleisches gehetzter Tiere
Hetzjagden wie diese, bringen verantwortungsvolle Forstleute in Verruf, schaden dem Ansehen einer zivilisierten Jagd- und Forstwirtschaft und schließlich auch der Gastronomie. Wild, das unter großem Stress erlegt wird, hat Fleisch niederer Qualität, das schneller verdirbt! Wildgerichte mit dem Fleisch, in Panik versetzter Tiere, schmecken nicht und sind manchmal sogar gesundheitsgefährdend.
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Interessantes zum Thema Jagd:
http://www.datum.at/0210/stories/6154654
http://www.animal-spirit.at/aktuell/jaeger_jagd.html
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100317_OTS0114
http://www.animal-spirit.at/aktuell/jagd_ins_BTSG.html

18. 5. 2010, Tierschutzprozess
SOKO kann keine Straftaten zuordnen

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