Wetzlarn

NEIN zur Tierfabrik im Dunkelsteinerwald

Plan des Kükenmasthangars

VORLÄUFIGER ERFOLG IM KAMPF GEGEN KÜKENMASTHANGAR
Proteste zeigen Wirkung / Großbauer baut Kükenmasthangar "woanders"
Nitratgehalt des Trinkwassers bereits jetzt über dem zulässigen Grenzwert

Der Betreiber der geplanten Kükenmast, der Großbauer Josef Rennhofer machte einen Rückzieher. Laut eigenen Angaben will er den riesigen Kükenmasthangar nun doch nicht vor der Nase seiner Nachbarn, sondern "woanders" bauen. Wo und "ob überhaupt" gab er allerdings nicht bekannt! Die heftigen Proteste haben offensichtlich Wirkung gezeigt. Die benachbarte Familie Oberhumer wird, solange Großbauer Rennhofer seine Meinung nicht wieder ändert, nicht weiter gegen ihn vorgehen.

Wie geht es weiter?
Wie die involvierten Bürgerinitiativen weiter vorgehen, wird vom Verhalten des Wetzlarner Betreibers Rennhofer und den Bedürfnissen der Bevölkerung abhängen. Wir lehnen apokalyptische Kükenmastanlagen weiterhin kategorisch ab. Sie sind bestialische Tierqälerei, eine Beleidigung des Bauernstands und stellen eine ethisch nicht vertretbare Form der Nutztierhaltung dar. Die weitere Belastung des Grundwassers durch diese Tierfabrik ist der Bevölkerung der Umgebung ebenfalls nicht zuzumuten. Herr Rennhofer wäre gut beraten, seine Kükenmastpläne abzublasen.

Das idyllische Wetzlarn ist zu schade für Tierfabriken und Klärschlamm-Kompostieranlagen. Die Bürgerinitiativen wollen Herrn Rennhofer nicht "fertigmachen", wie dieser gerne kolportiert, sondern zum Umdenken bewegen, damit zumindest nachfolgende Generationen in Wetzlarn (wieder) Landwirtschaft betreiben können. Wir sind gerne bereit, Herrn Rennhofer zu beraten, um wirtschaftlich sinnvolle Alternativen zu finden.

Jagdgesellschaftsaufnahme der Familie Rennhofer
Laut dem Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten, Nr 1/2013, wurde der Großbauer Josef Rennhofer und dessen Söhne Stefan und Lukas im Jänner 2013 in die Jagdgesellschaft Ambach aufgenommen.

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NEIN ZUR GEPLANTEN TIERFABRIK IN WETZLARN
Großbauer will im Dunkelsteinerwald eine riesige Hühnermastanlage bauen!

Im kleinen, idyllischen Weiler Wetzlarn, in der niederösterreichischen Marktgemeinde Wölbling, tief im mystischen Dunkelsteinerwald, ist nichts mehr mystisch und nichts mehr so, wie es einmal war. Auf einer grünen Wiese, gleich neben hübschen, alten Bauernhäusern, soll - offenbar ohne Betriebskonzept, ohne UVP und ohne Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt - eine riesige Hühnermasthalle entstehen. Eine "Tierfabrik im Wald" für vorerst 32.000 Küken, die bis zur ihrer Schlachtreife im Alter von nur fünf Wochen, ihr kurzes und erbärmliches Leben fristen müssen. Nach Angaben des Großbauers soll das nur der erste Abschnitt einer riesigen Tierfabrik sein. Abgesehen davon, dass solche Fleischerzeugungsmethoden ethisch nicht zu tolerieren sind und abgesehen davon, dass industrielle Massenproduktion von Mastküken nichts im Erholungsgebiet Dunkelsteinerwald verloren hat, weiß auch niemand, was mit dem giftigen, ammoniakreichen Hühnerkot passieren soll.

Ammoniak-Emissionen / Weitere Grundwasserbelastung
Der Hangar mit den Ausmaßen von 105x23x7 Metern soll - lt. Aussagen des Betreibers nur zum Trotz - unmittelbar neben dem Alpakahof Wetzlarn errichtet werden. Während in Deutschland solche Tierfabriken, wegen der großen Ammoniakemission einen Mindestabstand von 800 Metern zum Wald und 250 Metern zum nächsten Wohnobjekt aufweisen müssen, ist das in Österreich (noch) nicht geregelt.

Klärschlamm-Kompostieranlage stinkt zum Himmel
Der zukünftige Betreiber der geplanten Kükenmast, der streitbare und trotzige Großbauer, Jäger und Tierfabrikant in spe, Josef Rennhofer - Eingeweihte sprechen vom "Kaiser von Wetzlarn" -, betreibt auch eine lukrative Kompostieranlage kurz vor Wetzlarn. Dort wird Klärschlamm aus ganz Österreich angeliefert und zu Dünger weiterverarbeitet. Der Gestank dieser Anlage ist nicht zu überriechen und auch die Anlage vor der Ortseinfahrt nicht zu übersehen. Die Bevölkerung leidet unter diesem bestialischen Gestank, besonders dann, wenn der Wind weht und der Kompost auf den Feldern der Umgebung aufgetragen wird. In Tirol und Salzburg ist die Ausbringung von Klärschlamm bereits verboten, während sie im übrigen Österreich eingeschränkt möglich ist. In der Schweiz ist die Ausbringung von Klärschlamm seit dem 1. Oktober 2006 vollkommen verboten. Die Nitratwerte im Grundwasser sind in Wetzlarn bereits stark erhöht, Kinder bis zu 6 Monaten sollten das Wasser, wegen der erhöhten Nitratwerte, nicht trinken.

Wörtlicher Auszug aus dem Gutachten der Trinkwasseruntersuchung
vom 28.01.2009 der Firma NUA-Umweltanalytik GmbH: „Auf Grund der vorliegenden Befunde entsprach das Wasser nicht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung (304.Verordnung/2001 in der geltenden Fassung). Die ungünstige Beurteilung ergibt sich aus dem Nitratgehalt des Wassers der über dem zulässigen Grenzwert der zitierten Verordnung liegt. Das Wasser ist zur Bereitung von Säuglingsnahrung im ersten Lebensjahr wegen des Nitratgehaltes nicht geeignet. In bakteriologischer Hinsicht war das Wasser nicht verunreinigt. Eine Besserung des Nitratgehaltes im Wasser ist nur durch Einschränkung der Düngergaben im Einzugsgebiet oder einer technischen Aufbereitungsanlage möglich.“

Schwerverkehr im Dunkelsteinerwald

Die Einwohner von Wölbling, besonders jene, die an den Zufahrtsstraßen nach Wetzlarn wohnen, leiden jetzt schon unter dem Lärm der "rasenden" LKWs und riesigen Traktoren, die seit Fertigstellung der Klärschlamm-Kompostieranlage durch den stillen Dunkelsteinerwald donnern. Der Schwerverkehr würde sich durch den großen Kükenmastbetrieb dramatisch steigern und die schmale, öffentliche Straße durch den Dunkesteinerwald, müsste - auf Steuerkosten (!) - noch öfter saniert werden.

Bäuerliche Landwirtschaft ja, industrielle Massenproduktion nein
Anlässlich der Parlamentarischen Enquete zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013, betonte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich am 30. Mai 2011: "Ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, diesen bäuerlich-nachhaltigen Weg weiterzuführen. Denn weder Österreichs Bäuerinnen und Bauern noch die KonsumentInnen wollen eine industrielle Massenproduktion" (OTS0191 2011-05-23/14:44)

Wir nehmen Landwirtschaftsminister Berlakovich beim Wort und unterstützen ihn dabei, denn Agrarindustrie, besonders in Waldgebieten ist nicht zu rechtfertigen! Dass Tierfabriken und Klärschlamm-Kompostieranlagen mitten im Dunkelsteinerwald überhaupt eine behördliche Genehmigung erhalten bzw. ohne UVP möglich sind, ist nicht nachvollziehbar und bedarf einer genauen Überprüfung. Der Dunkelsteinerwald ist kein Industriegebiet, sondern das Naherholungsgebiet von Krems, St. Pölten und Wien. Das Naturjuwel Dunkelsteinerwald muss endlich unter Schutz gestellt werden! Verantwortungslose Profiteure müssen gestoppt und weitere Zerstörungen verhindert werden!

Tierquälerei im Dunkelsteinerwald?
Eine Bürgerinitiative, die diese entsetzliche Tierquälerei im Dunkelsteinerwald verhindern will, wurde bereits gegründet. In Zusammenarbeit mit drei bereits bestehenden und erfolgreichen Bürgerinitiativen des Dunkelsteinerwalds wird es sicherlich gelingen, diesen Albtraum zu stoppen!

Wir unterstützen nachhaltige, naturnahe Landwirtschaft
Wir sind keine Gegner der Landwirtschaft, sondern unterstützen Bauern und Bäuerinnen, die eine nachhaltige, naturnahe Landwirtschaft betreiben wollen. Massentierhaltung ist keine Landwirtschaft, sondern ein brutaler Industriezweig. Massentierhaltung fördert Krankheiten bei Mensch und Tier.

Massentierhaltung hat keine Zukunft!
Die Küken aus einem Mastbetrieb sind im schlachtreifen Alter von nur 35 Tagen doppelt so groß wie ihre Vorfahren. Sie können deshalb ihr monströses Gewicht mit ihren Beinen, ihrem Skelett und ihren Bändern kaum halten und sterben oft an verfrühten Alterskrankheiten (Verkalkung, hoher Blutdruck) sowie an Herzversagen (Aortenriss). Das erreicht man durch Hochleistungsfutter mit Antibiotikazusatz oder anderen Substanzen. Verluste durch Todesfälle in Höhe von 4% gelten als normal und sind Bestandteil der Kalkulation. Meist sind die Todesfälle, z. B. durch Sommerhitze, noch viel höher. Es sind leider viele Kadaver, die die Mäster täglich einsammeln müssen.

EU-Richtlinien / NÖ-Richtlinien
Wurde die EU-Richtlinie [53 KB] zum Schutz der Umwelt - insbesondere der Böden - bei Verwendung von Klärschlamm in NÖ in Form des Bodenschutzgesetzes und der Klärschlammverordnung wirklich berücksichtigt? Dabei müssten sowohl für den aufgebrachten Klärschlamm genaue Überprüfungen, bis hin zum Unbedenklichkeitszeugnis, erfolgen, wie auch für die Böden, auf die der Klärschlamm aufgebracht wird. Diese Aufbringung darf nur auf geeignete Böden (genaueste vorherige Prüfung jeder Fläche), nur auf bestimmte Kulturen und nur in bestimmter Menge pro Fläche und Jahr aufgebracht werden. Dabei wird die die Bewertung der Bodeneignungsklasse auch im Hinblick auf die Grundwassergefährdung vorgenommen (siehe NÖ Klärschlammverordnung [199 KB] ). Auf jeden Fall muss die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde in Krems auf die erhöhten Nitratwerte im Trinkwasser reagieren. Laut Gutachten aus 2009 wurden bereits erhöhte Werte festgestellt.

Niederösterreich ist bei Erlassung von Geruchszahlen säumig
Die Gestanksbelästigung, die von der Klärschlamm-Kompostieranlage ausgeht, ist problematisch, da die NÖ Landesregierung die schon längst ausstehende Erlassung einer Geruchszahl in Form einer Verordnung, wie im NÖ Raumordnungsgesetz verlangt wird, noch immer nicht vorgenommen hat. Ohne Geruchszahl gibt es keine Handhabe, weil keine Richtwerte.

Kaufen Sie keine "Hendln" aus Kükenmastbetrieben
Hinterfragen Sie bei Ihrem Einkauf im Supermarkt die Herkunft der "Hühner". Kaufen Sie kein Fleisch der Agrarindustrie, kein Fleisch genetisch aufgeblähter, totkranker und gequälter Hühnerbabies. Stoppen Sie durch Ihren Konsumverzicht diesen Albtraum. Es gibt auch Hendln aus naturnaher und nachhaltiger Landwirtschaft!

Wir wollen zum Umdenken bewegen
Wir wollen den Wetzlarner Betreiber Rennhofer nicht fertigmachen, sondern zum Umdenken bewegen, damit nachfolgende Generationen in Wetzlarn (wieder) Landwirtschaft betreiben können.

Landwirtschaftsminister Berlakovich
Bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft ja, Agrarindustrie nein

Anlässlich der Parlamentarischen Enquete zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013
> OTS0191 2011-05-23/14:44

Der Dunkelsteinerwald ist kein Industriegebiet,
sondern das Naherholungsgebiet von einhundertausend NiederösterreicherInnen.

Bitte unterstützen Sie uns
> Unterschriftenliste
Protestieren Sie bei den Verantwortlichen
> Protestadressen
Flugblatt
> Postwurfsendung [540 KB]

Presseinformation
> Presseinformation vom 18. Mai 2011 [46 KB]
> Presseinformation Informationsveranstaltung „Rettet den Dunkelsteinerwald“ [39 KB]

Pressefotos
> Wiese für die geplante Tierfabrik in Wetzlarn
> Bauplan der geplanten Tierfabrik
> Kompostieranlage vor Wetzlarn
> Klärschlamm-Komposthaufen im Wetzlarner Wald

Fotos aus einem österr. Mastkükenzuchtbetrieb (© Robin Hood)
> Mastkükenhangar
> Mastküken
> Tote Mastküken in Abfallkübel 1
> Tote Mastküken in Abfallkübel 2
> Verendetes Mastküken
> Verendetes Mastküken unter Lebenden
> Mastküken mit Scherenbeinen

Aktuelle Presseberichte
>
Pressespiegel

INFOS
Wölbling in NÖ
> http://www.woelbling.at/
Alpakahof Wetzlarn
> http://www.alpaka-hof.at/
Vorsicht Qualzucht
> Tierschutz in der Landwirtschaft
Videos zur Hühnermast
> Tierquälerei Hühnermast
Download
>
Offenes Mail an zuständige PolitikerInnen [38 KB]
Wanderweg beim Naherholungsgebiet Wetzlarn im Dunkelsteinerwald
> http://www.tiscover.com/at/guide/5,de,SCH1/objectId,SPF693029at/intern.html
EU-Gesetzgebung
>
Verwendung von Klärschlamm in der Landwirtschaft

OFFENE EINLADUNGEN AN DIE VERANTWORTLICHEN POLITIKERINNEN
zur INFORMATIONSVERANSTALTUNG „Rettet den Dunkelsteinerwald“
am 25. Juni 2011, in Krems, Täglicher Markt
> Bundesminister DI Niki Berlakovich [275 KB]
> Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll [275 KB]
> Bürgermeisterin von Krems, Frau Ingeborg Rinke [273 KB]
> Bürgermeister von St. Pölten, Mag. Matthias Stadler [275 KB]
Die Bürgerinitiativen „Lebenswertes Paudorf“ und „Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds“ veranstalten am 25. Juni 2011 in Krems, am „Täglichen Markt“, in der Zeit von 8.00 – 14.00 Uhr, eine Bürgerinformation. Ziel der Veranstaltung in den Kremser Fußgängerzone ist es, die Kremser Bevölkerung über die tatsächlichen Auswirkungen des geplanten Riesensteinbruches vor ihrer Haustüre sowie über andere Bedrohungen des Dunkelsteinerwalds (z.B. eine geplante Kükenmast sowie eine bestehende Klärschlamm-Kompostieranlage in Wetzlarn) zu informieren. Der Informationsstand ist mit Schautafeln, Informationsblättern und Unterschriftenlisten ausgestattet. Weiters werden Flugzettel verteilt und damit auf die generationenübergreifende Gefährdung des Kremser Naherholungsgebietes Dunkelsteinerwald aufmerksam gemacht.
Informationsveranstaltung:
"Rettet den Dunkelsteinerwald"
Datum: Samstag, 25. Juni 2011, 09.00h - 14.00h
Ort/Anfahrtsplan:
> Krems, Täglicher Markt
Presseaussendung:
> Update vom 14. Juni 2011 [36 KB]

BÜRGERMEISTERIN VON KREMS
Persönlicher Gesprächstermin mit Bürgerinitiativen am 29. Juni 2011
Die Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Krems, Frau Ingeborg Rinke, hat auf unsere offene Einladung rasch reagiert. Nach einigen Verzögerungen fand sie nun doch Zeit für persönliche Gespräche mit den Bürgerinitiativen über die Zukunft des Dunkelsteinerwalds.
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BREAKING NEWS

21. März 2012 - DER INTERNATIONALE TAG DES WALDES
Die Idee für den “Internationalen Tag des Waldes“ wurde im Jahre 1971 im Lichte der immer weiter voranschreitenden Vernichtung der Wälder und dem rasant fortschreitenden Verlust an Biodiversität geboren. Der Dunklelsteinerwald benötigt dringend Schutz und muss endlich unter Landschaftsschutz gestellt werden.
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ST. PÖLTEN, TOURISMUSMAGNET IM HERZEN NIEDERÖSTERREICHS?
Weltkulturerbe Dunkelsteinerwald?
Kamingespräch über die Zukunft St. Pöltens und des Dunkelsteinerwalds

Der Regionalentwickler progressNETZ lud am 30. November 2011 zu einem Kamingespräch ins renommierte St. Pöltner Hotel Graf. Auf Grund des großen Andrangs musste die Veranstaltung vom Kaminzimmer in den großen Saal verlegt werden. Auch die Idee "Weltkulturerbe Dunkelsteinerwald" wurde angesprochen, was auf sehr positive Reaktionen im Publikum stieß.
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ETAPPENERFOLG IM KAMPF GEGEN KÜKENMASTHANGAR

Proteste zeigen Wirkung / Großbauer baut Kükenmast "woanders"
Der Betreiber der geplanten Kükenmast, der Großbauer Josef Rennhofer macht einen Rückzieher. Laut eigenen Angaben will er den riesigen Kükenmasthangar nun doch nicht vor der Nase seiner Nachbarn, sondern "woanders" bauen. Wo und "ob überhaupt" gab er allerdings nicht bekannt! Die heftigen Proteste haben offensichtlich Wirkung gezeigt. Die benachbarte Familie Oberhumer wird, solange Großbauer Rennhofer seine Meinung nicht wieder ändert, nicht weiter gegen ihn vorgehen. Der Dorffriede ist somit vorerst gerettet!

Wie geht es weiter?
Wie die involvierten Bürgerinitiativen weiter vorgehen, wird vom Verhalten des Wetzlarner Betreibers Rennhofer und den Bedürfnissen der Bevölkerung abhängen. Wir lehnen apokalyptische Kükenmastanlagen weiterhin kategorisch ab. Sie sind bestialische Tierqälerei, eine Beleidigung des Bauernstands und stellen eine ethisch nicht vertretbare Form der Nutztierhaltung dar. Herr Rennhofer wäre gut beraten, seine Kükenmastpläne abzublasen.

Das idyllische Wetzlarn ist zu schade für Tierfabriken und Klärschlamm-Kompostieranlagen. Die Bürgerinitiativen wollen Herrn Rennhofer nicht "fertigmachen", wie dieser gerne kolportiert, sondern zum Umdenken bewegen, damit zumindest nachfolgende Generationen in Wetzlarn (wieder) Landwirtschaft betreiben können. Wir sind gerne bereit, Herrn Rennhofer zu beraten, um wirtschaftlich sinnvolle Alternativen zu finden.

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GROSSER ERFOLG BEI BÜRGERINFORMATION IN KREMS
Enormes Interesse bringt 600 Unterschriften beim Infotisch am 25. Juni!
Die Informationsveranstaltung " Rettet den Dunkelsteinerwald" am 25. Juni 2011 in Krems war ein großer Erfolg. Das Interesse der Kremserinnen und Kremser war überwältigend.
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Ausschreibung Josef Schöffel-Förderungspreis 2011
Das Land Niederösterreich stiftet zehn Förderungspreise, darunter einen Sonderpreis zum Internationalen Jahr des Waldes. Die Preise werden an Personen verliehen, die im Sinne des vorbildhaften Wirkens von Josef Schöffel durch hervorragende Leistungen zum Schutz der heimischen Natur oder zur Vertiefung des Verständnisses der Bevölkerung für die heimische Natur einschließlich deren Erholungswert beitragen. Besonderes Augenmerk wird im Jahr der Freiwilligentätigkeit dabei den ehrenamtlichen Leistungen geschenkt. Wir haben Vorschläge!
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MONTECUCCOLI IM JAHR DES WALDES
Zweiter Anlauf für Windräder im Dunkelsteinerwald?

In einer aktuellen Presseaussendung biedert sich der Präsident der "Land&Forstbetriebe Österreich" und hochsubventionierte Großwaldbesitzer, Felix Montecuccoli, an Umweltminister Niki Berlakovich an.
Montecuccoli versucht die Atomkatastrophe von Fukushima zu instrumentalisieren, gibt sich besorgt und hofft offensichtlich wieder auf profitable Windkraftanlagen im Dunkelsteinerwald, ohne das jedoch dezidiert zu erwähnen.
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VOM STEINBRUCH ZUM VERTRAUENSBRUCH
Die Verzögerungstaktik der heimischen Politik führt zum Vertrauensbruch mit der Bevölkerung
Die Zwischenbilanz der Bürgerinitiativen „Lebenswertes Paudorf“ und „FreundInnen des Dunkelsteinerwalds“ im Kampf für ein Naturschutzgebiet Dunkelsteinerwald und gegen den Riesensteinbruch Paudorf/Hörfarthgraben fällt ernüchternd aus. Während sich der Steinbruchmulti Asamer sowie die Mönche im Stift Göttweig zumindest einem Gespräch gestellt haben, fällt die Gesprächsbilanz bei den zuständigen PolitikerInnen negativ aus.
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BÜRGERMEISTERIN VON KREMS
Gesprächstermin geplatzt
Die Bürgermeisterin von Krems, Frau Ingeborg Rinke, hat für Gespräche mit den Bürgerinitiativen "Lebenswertes Paudorf" und "FreundInnen des Dunkelsteinerwalds" persönlich keine Zeit. Stadessen wurde Stadtrat Bmstr. Ing. Erwin Krammer von ihr beauftragt, das Gespräch in ihrer Vertretung zu führen. Die Bürgerinitiativen lehnten ab.
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NÖ Landesregierung
Zweites Gespräch der BI im NÖ-Landhaus ging über die Bühne
Nach mittlerweile fünf (!) offenen Briefen und einer Petition an LH Dr. Erwin Pröll, fand am 27. April 2011 die zweite Gesprächsrunde der Bürgerinitiativen "Lebenswertes Paudorf" sowie "FreundInnen des Dunkelsteinerwalds" mit der Koordinatorin der NÖ-Landesregierung statt, um endlich einen Gesprächstermin mit LH Dr. Erwin Pröll und den zuständigen Landesräten zu erreichen.
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LH Pröll präsentierte neue VP-Regierungsmitglieder
>
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110426_OTS0136/l

DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK
Göttweig blockiert bereits begonnene Kanalbauarbeiten in Paudorf

Nun rächt sich der mutige und demokratische Einsatz vieler PaudorferInnen, die Ihre schöne Gemeinde am Rand des Dunkelsteinerwalds vor dem drohenden Albtraum "Steinbruch Hörfarthgraben" retten wollen. Am 16. März 2011 wurden die bereits begonnen Kanalbauarbeiten in Paudorf von den Benediktinermönchen gestoppt und somit großer wirtschaftlicher Schaden für die BürgerInnen von Paudorf und den Gemeindeabwasserverband Krems verursacht.
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ASAMER & GÖTTWEIG
Turbulente und widersprüchliche Präsentation des Steinbruchmodells Hörfarthgraben
Asamer hat sein Ziel, die Steinbruch-Präsentation friktionsfrei über die Bühne zu bringen, nicht erreicht.
Paudorf, 14. April 2011 / Mit einer Postwurfsendung wurden "alle interessierten Anrainer" aus Hörfarth, Paudorf und Meidling in den Paudorfer Gasthof Grubmüller eingeladen, der Projektvorstellung zum geplanten zweiten Steinbruch im Hörfarthgraben beizuwohnen. Obwohl die Postwurfsendung erst einen Tag vor dem Event bei den BürgerInnen einlangte, obwohl das Gemeindeamt und Paudorfs Bürgermeister Prohaska keine offizielle Einladung bekam und obwohl das winterliche Aprilwetter gar nicht zum Ausgehen lockte, kamen rund einhundert AnrainerInnen zur Projektvorstellung des oberösterreichischen Steinbruchmultis.
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Geplantes Abbau-Areal bleibt "Lücke" Im Naturschutzgebiet

> NÖN, 18. April 2011 [449 KB]
Steinbruch-Areal unter Naturschutz?
> Heute, 14. Arpil 2011 [210 KB]
Kein Naturschutz auf geplantem Abbaugebiet

> Kurier, 14. April 2011 [254 KB]

ASAMER lädt "alle interessierten Anrainer" zur Projektvorstellung seines Horrorsteinbruchs ein - ausser die Gemeinde Paudorf!
Die orchestrierte Offensive gegen den Dunkelsteinerwald und seine Bevölkerung klappt wie am Schnürchen. Nachdem die „Paudorfer Steinbruch-Blase“ im Dunkelsteinerwald, trotz fundierter Stellungnahmen von Bürgerinitiativen und der Gemeinde Paudorf, nicht in das Natura2000-Gebiet eingegliedert wurde, stellt der oberösterreichische Steinbruchmulti Asamer, am Donnerstag, dem 14. April 2011, um 19.00h, im Gasthof Grubmüller sein Horrorprojekt vor.
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NÖ BEHÖRDENWILLKÜR im JAHR DES WALDES???
Erweiterung des Natura2000 Gebietes im Bereich des Dunkelsteinerwaldes wurde von der Behörde ohne Kommentar abgelehnt! Hörfarthgraben bleibt ungeschützt!

Wie befürchtet, wurde hinter verschlossenen Türen und ohne Einbeziehung der Bevölkerung und der Bürgerinitiativen an der Realisierung des Horrorsteinbruchs Paudorf/Hörfarthgraben weitergebastelt, um die Menschen in Paudorf vor vollendete Tatsachen zu stellen. Die vom Natura 2000 „FFH-Gebiet Wachau“ umgebene und für den Steinbruch vorgesehene „Blase“ im Dunkelsteinerwald bleibt weiterhin ungeschützt! Gelebte Demokratie in Niederösterreich!

Mit einem Schreiben der NÖ-Landesregierung/Abteilung Naturschutz, vom 17. Juni 2010, wurde der Gemeinde Paudorf die "Änderung der Verordnung über die Europaschutzgebiete; kontinentale FFH-Gebiete" zur Begutachtung und Stellungnahme übermittelt.

Die Gemeinde Paudorf sowie die Bürgerinitiativen „Lebenswertes Paudorf“ und „Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds“ schickten fristgerecht – auf wissenschaftliche Studien begründete - Stellungnahmen an die NÖ Landesregierung. Darin forderten sie, den von Natura 2000 „Wachau AT 1205A00“ umgebenen Bereich des Dunkelsteinerwalds im Gemeindegebiet Paudorf in dieses Schutzniveau einzugliedern.

Nunmehr wurde mit einem neuerlichen Schreiben der NÖ-Landesregierung, Abteilung Naturschutz / RU5-SG-1022/025-2010, vom 18. März 2011, an den Bürgermeister der Gemeinde Paudorf, die Änderung der Verordnung über die Europaschutzgebiete, welche auch das „FFH-Gebiet Wachau“ enthält (LGBl. 5500/6-5, Anlagen 1 bis 29), zugestellt.

Die Wünsche der Bürgerinitiativen sowie der Gemeinde Paudorf wurden in keiner Weise berücksichtigt! Der im Gemeindegebiet von Paudorf liegende Bereich des Dunkelsteinerwalds, welcher vom Natura 2000 „FFH-Gebiet Wachau“ umgeben ist, bleibt weiterhin ausgeschlossen! Eine Begründung bzw. Information hierzu gibt es nicht!

Besonders grotesk erscheint die Tatsache, dass das Büro Knoll, welches seinerzeit die Unterlagen zur SUP – Paudorf [8.270 KB] und Umwidmung des besagten Bereiches des Dunkelsteinerwalds in ein Abbaugebiet für mineralogische Rohstoffe – als Aufbereitung eines weiteren Steinbruches der Fa. Asamer - ausgearbeitet hat, nunmehr auch die Unterlagen und Kartographie für das Europaschutzgebiet „FFH-Wachau“ erstellte. Dies ist mehr als bedenklich und ein krasser Widerspruch! Einerseits Planung eines Industriegebietes – andererseits Erstellung von Planungsunterlagen zu Natura 2000 im gleichen Gebiet?? Dies wird von den Verantwortlichen der NÖ-Landesregierung (Bearbeiter: Mag. Karl Hiesberger, Tel. 02742 9005 DW 15263) noch zu erklären sein! Es hat den Anschein, dass hier der „Bock zum Gärtner“ gemacht wurde!
Stellungnahmen an die NÖ Landesregierung
>
Stellungnahme der BI FreundInnen des Dunkelsteinerwalds [473 KB]
>
Stellungnahme BI Lebenswertes Paudorf [20 KB]
Aktueller Mailverkehr mit NÖ-Landesregierung/Abteilung Naturschutz
> Offenes Mail an Mag. Hiesberger und Mag. Tschulik
Pläne
> Natura2000-Gebiet-Gemeinde Paudorf [658 KB]
>
Schutzgebiete Niederösterreich [1.627 KB]
> Geplanter Steinbruch im Dunkelsteinerwald
>
FFH-Gebiet Wachau
> Map of Cultural Landscape Wachau
Planungsbüro Knoll
>
Planungsbüro Knollconsult
>
SUP-Paudorf [8.270 KB]
Umstrittene Vereinbarung Umweltanwalt/Asamer
> Vereinbarung NÖ-Umweltanwalt mit Asamer [1.421 KB]

9. April 2011
Statt eines Gesprächs mit LH Pröll
> abermaliger Termin bei NÖ Koordinatorin, Mag. Pechter-Parteder
Statt eines Gesprächs bei Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, wurde uns eine weiterer Termin bei der Koordinatorin der NÖ Landesregierung , Frau Mag. Pechter-Parteder, am 27. April, angeboten. Eine weitere Vetröstung bzw. Verzögerung?
Urteilen sie selbst!
Aktueller Schriftverkehr mit der NÖ Landesregierung
> Schriftverkehrerkehr mit NÖ LG

5. April 2011
Verwaltungsstrafverfahren gegen BI "Lebenswertes Paudorf" eingestellt
Das vom Steinbruchbetreiber ASAMER gegen den Sprecher der Bürgerinitiative "Lebenswertes Paudorf" geführte Verwaltungsstrafverfahren gem. § 45 Abs. 1 VStG wurde eingestellt. Wir gratulieren zu diesem Erfolg!
> Mehr

4. April 2011
BUNDESMINISTER BERLAKOVICH
Antwortschreiben oder Farce?
Nach drei offenen Briefen an BM Niki Berlakovich kam endlich ein Lebenszeichen aus dem Lebensministerium. Nimmt der Umweltminister im "Internationalen Jahr der Wälder“ die Sorgen der Paudorfer Bevölkerung über den bedrohten Dunkelsteinerwald ernst? Urteilen Sie selbst!
Aktueller Schriftverkehr mit Büro Berlakovich
> Schriftverkehr mit BM Berlakovich

Pressereaktionen zu den offenen Briefen und Mails
> KURIER, 26.3.2011 [117 KB]

5. OFFENER BRIEF an LH PRÖLL- BITTE UM GESPRÄCHSTERMIN
Nach seiner visionären Rede bei der Eröffnung der Ausstellung “Bildschöne Wachau“ im Stift Göttweig, am 18. März 2011, nach vier offenen Briefen, einer Petition vom 3.10.2010 und einem Vorbereitungsbesuch bei Frau Mag. Pechter-Parteder, im Oktober 2010, hoffen die Bürgerinitiativen auf ein Gespräch mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.
> Mehr...

Offene Mails an zuständige PolitikerInnen
Am Tag des Waldes ergingen offene Mails an folgende PolitikerInnen, mit der Bitte, den Dunkelsteinerwald, die "grüne Lunge von St. Pölten und Krems", unter Naturschutz zu stellen und den geplanten Steinbruch Pazudorf/Hörfarthgraben zu verbieten:
> Mag. Matthias Stadler, Bürgermeister von St. Pölten
>
Ingeborg Rinke, Bürgermeisterin von Krems
>
Niki Berlakovich, Umweltminister

Kommunikation der NÖ Landesregierung
>
mit Paudorfer Bevölkerung
>
mit Bürgerinitiativen
Kommunikation der Benediktinermönge von Göttweig
> mit Bürgerinititven und und Bürgermeister
>
mit AnrainerInnen
Anonyme Mails an die Bürgerinitiativen
> Mike Medaustria

Österreich sucht die 7 Waldwunder
Bitte stimmen Sie für die "Mammutbäume im Dunkelsteinerwald" (Niederösterreich)
> http://map.bundesforste.at/

Grundsatzpräsentation "Waldkraft"
>
http://www.gegen-wind.net/bindex.html

GÖTTWEIG LÄSST ZWEITE GESPRÄCHSRUNDE PLATZEN
Göttweig brüskiert AnrainerInnen, Bürgermeister sowie Bürgerinitiativen
Entgegen des gemeinsamen Beschlusses der ersten Gesprächsrunde vom 1.2.2011 im Stift Göttweig, ist am 11. März 2011 kein Vertreter des Stiftes im Rathaus Paudorf erschienen. In Interviews verstrickt sich der Prior des Sifts in Unwahrheiten und Widersprüche. Ein offener Brief sowie heftiger Mailverkehr waren die Folge.
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18. Februar 2011
Abt Columban Luser sprach

Am 18. Februar 2011 referierte der Abt des Benediktinerstifts, Mag. Columban Luser, im Pfarrsaal von Furth bei Göttweig über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Stifts.Bereits im Vorfeld herrschte Nervosität.
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1. Februar 2011
ERSTE GESPRÄCHSRUNDE IM STIFT GÖTTWEIG
Viele offene Fragen/Standpunkte unverändert/2. Gesprächstermin am 11. März 2011
Am 1. Februar 2011 fand der erste "Dialog" zwischen Vertretern des Stiftes Göttweig, den Bürgerinitiativen „Lebenswertes Paudorf“, „FreundInnen des Dunkelsteinerwalds“ sowie der Gemeinde Paudorf statt. Eigentlich war es mehr eine Fragestunde, als ein echter Dialog.
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STIFT GÖTTWEIG LENKT EIN
GESPRÄCHSTERMIN AM 1. FEBRUAR 2011
Die monatelangen Proteste der Bevölkerung zeigen Wirkung. Mit dem Prior und Pressesprecher des Benediktinerstifts Göttweig, Pater Maximilian Krenn, wurde ein Gesprächstermin vereinbart.
> Mehr...

MONTECUCCOLI IM JAHR DES WALDES

>Mehr...

EU-AGRARZAHLUNGEN SIND NICHT MEHR TRANSPARENT
Auf Grund eines Urteils des Gerichtshofes der Europäischen Union vom 9.11.2010 stehen diese Daten derzeit nicht zur Verfügung. Die europäischen Großgrundbesitzer kassieren zwar unsere Steuergelder, doch die SteuerzahlerInnen dürfen nicht wissen wofür und wieviel. Dagegen protestieren wir und werden dagegen ankämpfen.
Demokratie braucht Transparenz. Das Mittelalter ist vorbei!
> http://www.transparenzdatenbank.at/

10. Jan.2011
BUNDESMINISTER BERLAKOVICH zum Thema Wald:
"Kostbares und schützenswertes Gut für kommende Generationen"

Seit unserem offenen Brief vom 5. Mai 2010 warten wir zwar auf Antwort des Umweltministers bzw. auf einen Gesprächstermin, doch nach seinen aktuellen Aussagen zum "Internationalen Jahr des Waldes“ wird er sicherlich Zeit dazu finden! > Mehr...

Berlakovich und Montecuccoli begrüßen das "Internationale Jahr des Waldes"
>
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110110

Weihnachtsbaum aus dem Dunkelsteinerwald vor Schönbrunn
>
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110110_OTS0061

2011, im "Internationalen Jahr des Waldes"

wünschen uns vom Umweltminister Berlakovich, von der niederösterreichischen Landesregierung, von den Benediktinermönchen im Stift Göttweig und vom Steinbruchbetreiber ASAMER GmbH mehr Rücksichtnahme auf die Menschen, die Tiere und Pflanzen des Dunkelsteinerwalds. Der geplante Steinbruch in Paudorf/Hörfarthgraben gefährdet die Biodiversität, die Gesundheit der Bevölkerung und den Frieden in der Region.
Der Dunkelsteinerwald ist kein Industriegebiet!
Die Gesundheit der Menschen hat Vorrang!
Wir appellieren an alle Verantwortlichen:
"Verzichten Sie auf das Steinbruchprojekt Paudorf/Hörfarthgraben!"
Solange dieses Ziel nicht erreicht ist werden wir protestieren!

Jahresrückblick 2010
>
NÖN, 27. Dez. 2010 [474 KB]

orangetrotzallem
/Ghetto Company
Göttweiger Dämmerung 2010

> http://www.youtube.com/watch?v=gaexl0RFNMI

"2011, DAS INTERNATIONALE JAHR DER WÄLDER"
GUTES OMEN FÜR DEN DUNKELSTEINERWALD!

2011, das "Internationale Jahr des Wälder", wird ein gutes Jahr für den Dunkelsteinerwald. Alle vier Parteien im NÖ-Landtag sprechen sich für den Schutz des Dunkelsteinerwalds aus und (fast) alle Verantwortlichen bieten für 2011 Gespräche an. Der Landeshauptmann von Niederösterreich, die Mönche im Stift Göttweig und der Bürgermeister von St. Pölten sind endlich bereit mit den Bürgerinitiativen auf gleicher Augenhöhe zu kommunizieren. Die lautstarken, aber friedlichen Proteste der verzweifelten Bevölkerung zeigen Wirkung!
"Nur Führungskräfte, die bereit ist, in der Öffentlichkeit Mut zu zeigen und für das Allgemeinwohl Risiken auf sich zu nehmen, sind glaubhaft!" In diesem Sinne wünschen wir allen Beteiligten frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Internationale Jahr der Wälder!
> NÖ Landesregierung
> Stift Göttweig
> Rathaus St. Pölten

Stift Göttweig sucht Dialog im Steinbruchstreit
+ Aufforderung an BM Berlakovich
> Niederösterreich Heute, 13. Dez. 2010 [275 KB]

10. Dez. 2010
Montecuccoli's Treibjagd 2010
Blutrausch im Revier Hohenegg
Für den 10. Dezember 2010 hatte der Adelige und zuständige Hegeringleiter (!) Felix Montecuccoli wieder in das Jagdrevier Hohenegg geladen, um zur jährlichen Treibjagd aufzurufen.
> Mehr...

5. Dez. 2010
Las VegAsamer
An Österreichs Grenze soll die europäische Version der Zocker-Stadt Las Vegas entstehen.
Dahinter steht vor allem die Unternehmerfamilie Asamer aus Oberösterreich.
> Mehr...

ABSAGE > TERMIN DER BÜRGERINITIATIVEN BEI BM STADLER
Neuer Termin im "Jahr des Waldes 2011" geplant
Der für den 6. Dezember 2010 geplante Gesprächstermin der Bürgerinitiativen mit dem Bürgermeister von St. Pölten, Matthias Stadler, wurde kurzfristig abgesagt. > Mehr...

1. Dez. 2010
Antrag der Regierung öffnet Naturzerstörung Tür und Tor
Wien (OTS) - "Es ist ungeheuerlich, dass SPÖ und ÖVP in der Plenardebatte gestern Abend in letzter Sekunde eine massive Verschlechterung des Elektrizitätswirtschafts- und -ordnungsgesetzes (ElWOG) eingebracht haben", kritisieren die Nationalratsabgeordneten der Grünen, Ruperta Lichtenecker und Christiane Brunner. > Mehr

30. Nov. 2010
Seltsam verkehrte Welt

Anstatt die Verantwortlichen der katholischen Kirche und der betroffenen Orden nach jahrzehntelangem Missbrauch an Kindern zur Verantwortung zu ziehen, üben sich maßgebliche Politiker in Devotismus. Spitzenreiter im katholischen Missbrauchsranking werden umworben, ausgezeichnet und subventioniert, Opfer durch die Klasnic-Kommission verhöhnt und unschuldige, gut integrierte Asylantenfamilen zur gleichen Zeit kriminalisiert und abgeschoben.
LH Pröll: "Eine Zeit des Wandels braucht Konstanten"
St. Pölten (OTS/NLK) - Zahlreiche hohe Würdenträger der katholischen und evangelischen Kirche waren am heutigen Dienstag im NÖ Landhaus einer Einladung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll zum "ökumenischen Mittagessen" gefolgt. > Mehr

BRICHT STIFT GÖTTWEIG SEIN SCHWEIGEN ODER WORTE?
Gesprächsangebot in hauseigener Stiftszeitung
Stift Göttweig gibt eigene Kommunikationsdefizite zu
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Göttweiger bietet Prior Maximilian Krenn allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern "offene und faire Gespräche" über den Steinbruch Paudorf/Hörfarthgraben an. Ein Angebot mit Widersprüchen, mit Herabwürdigung demokratischer Proteste und - vorerst - ohne konkreten Termin. Die anhaltenden Proteste der Bevölkerung zeigen offensichtlich Wirkung. Der Prior antwortet erstmals auf Mails (!) und gibt Kommunikationsdefizite des Stifts zu. > Mehr...

Mail vom 19. Nov. 2010
DER DUNKELSTEINERWALD WIRD CHEFSACHE
LH Pröll lässt Anliegen der Bürgerinitiativen derzeit prüfen!
Ist es Verzögerungstaktik, Gleichgültikkeit oder bloß Arbeitsüberlastung? Wie auch immer, nach längerer Nachdenkpause hat Frau Mag. Pechter-Parteder nun doch reagiert und auf die Anfragen der Bürgerinitiativen geantwortet:
Sehr geehrter Herr Kosar!
Ich nehme Bezug auf das am 28.10.2010 mit Ihnen und Herrn Janisch als Vertreter der Bürgerinitiativen "Lebenswertes Paudorf" und "Freunde des Dunkelsteinerwaldes" geführte Gespräch und darf Ihnen dazu mitteilen, dass ich Ihre Anliegen aufgenommen habe und diese derzeit im Auftrag von Herrn Landeshauptmann Dr. Pröll einer eingehenden Prüfung unterzogen werden.
Im Interesse einer umfassenden und seriösen Behandlung Ihrer Anliegen ersuche ich Sie um etwas Geduld.
Ich hoffe, Ihnen mit dieser Mitteilung behilflich gewesen zu sein und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Mag. Maria Pechter-Parteder
Amt der NÖ Landesregierung
3109 St- Pölten, Landhausplatz 1
Telefon 02742/9005-13565
Telefax 02742/9005-13610

2011, im "Jahr des Waldes" und im "Jahr der Freiwilligen" - schließlich arbeiten wir Bürgerinitiativen freiwillig - sollte einem Gesprächstermin nichts mehr im Wege stehen.
> Gesamter Mailverkehr mit Mag. Pechter-Parteder
> mehr aus der NÖ Landesregierung

Rückzieher oder Missverständnis?

Kurier vom 4. November 2010

Mail vom 19. Nov. 2010
LH Pröll. prüft die Anliegen der Bürgerinitiativen
Sehr geehrter Herr Kosar!
Ich nehme Bezug auf das am 28.10.2010 mit Ihnen und Herrn Janisch als Vertreter der Bürgerinitiativen "Lebenswertes Paudorf" und "Freunde des Dunkelsteinerwaldes" geführte Gespräch und darf Ihnen dazu mitteilen, dass ich Ihre Anliegen aufgenommen habe und diese derzeit im Auftrag von Herrn Landeshauptmann Dr. Pröll einer eingehenden Prüfung unterzogen werden.
Im Interesse einer umfassenden und seriösen Behandlung Ihrer Anliegen ersuche ich Sie um etwas Geduld.
Ich hoffe, Ihnen mit dieser Mitteilung behilflich gewesen zu sein und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Mag. Maria Pechter-Parteder
Amt der NÖ Landesregierung
3109 St- Pölten, Landhausplatz 1
Telefon 02742/9005-13565
Telefax 02742/9005-13610
> Gesamter Mailverkehr mit Mag. Pechter-Parteder

4. November 2010
RÜCKZIEHER ODER MISSVERSTÄNDNIS?
Nur eine Woche nach der offiziellen Vorbereitung eines Gesprächstermins der Bürgerinitiativen mit LH Pröll, relativiert die Koordinatorin der NÖ Landesregierung, Frau Mag. Pechter Parteder, in einem Kurier-Interview ihre Vereinbarungen und stellt alles in Frage:
> KURIER vom 4. Nov. 2010 [404 KB]
Die Bürgerinitiativen des Dunkelsteinerwalds gehen davon aus, dass es sich hierbei um ein Missverständis handelt und erwarten eine Klarstellung!
> Aktueller Mailverkehr mit Mag. Pechter-Parteder
>
Pressepiegel

*
28. Oktober 2010
DER DUNKELSTEINERWALD WIRD CHEFSACHE
Gespräch der Bürgerinitiativen mit LH Dr. Erwin Pröll wird konkret!
Die andauernden Proteste und die Überzeugungsarbeit der Bürgerinitiativen zeigen Wirkung. Der Dunkelsteinerwald wird zur Chefsache! Am 28. Oktober 2010 wurde im Büro des Landeshauptmannes von NÖ ein Gesprächstermin mit Dr. Erwin Pröll und den zuständigen Landesräten Mag. Heuras und Dr. Pernkopf vorbereitet.

Wolfgang Janisch, Sprecher der BI "Lebenswertes Paudorf" und Walter Kosar von der BI "Freundinnen und Freunde des Dunkelsteinerwalds" sprachen fast zwei Stunden mit der sehr freundlichen und kompetenten Koordinatorin, Frau Mag. Maria Pechter-Parteder, und unterstrichen die Notwendigkeit für ein baldiges Gespräch mit
LH Dr. Erwin Pröll im Beisein von LR Mag. Stephan Pernkopf und LR Mag. Johann Heuras.

Die Hauptforderungen der Bürgerinitiativen wurden festgelegt und ausführlich erklärt, damit sich der Landeshauptmann sowie die Landesräte auf das Gespräch mit den Bürgerinitiativen vorbereiten können:
1) Rückzug des Projekts "Steinbruch Paudorf/Hörfarthgraben!
2) Umwidmung des gesamten Dunkelsteinerwalds in ein Naturschutzgebiet!
3) Erhebung der Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung
4) Einbeziehung der Bürgerinitiativen in das gesamte Prozedere
5) Förderung der lokalen Wirtschaft und Infrastruktur
5) Transparenz

"Der Dunkelsteinerwald ist die grüne Lunge der Stadt Krems sowie St. Pöltens und zu schade, als Industriepark und Gleisschotter missbraucht zu werden.. Spätere Generationen werden dem Landeshauptmann dankbar sein, wenn er jetzt den Dunkelsteinerwald für die Nachwelt rettet!" betonten Janisch und Kosar am Ende des Gesprächs und zeigen sich zuversichtlich.

Die Bürgerinitiativen des Dunkelsteinerwalds interpretieren die aktuellen Zeichen der NÖ Landesregierung positiv und erwarten ein baldiges Gespräch mit dem Landeshauptmann von Niederösterreich Dr. Erwin Pröll, Landesrat Mag. Stephan Pernkopf und Landesrat Mag. Johann Heuras.

*

Alle politischen Parteien wollen den Dunkelsteinerwald retten
Die Arbeit der Bürgerinitiativen beginnt zu wirken!
Während die Mönche im Stift Göttweig ihre Vogel-Strauß-Politik perfektionieren und während sich die ASAMER Holdig beklagt und Bürgerinitiativen verklagt, signalisieren Landeshauptmann Pröll, Landesrat Heuras und auch der St. Pöltner Bürgermeister Geprächsbereitschaft und Sympathie für den Dunkelsteinerwald. Auch alle politischen Parteien im NÖ Landtag beginnen die Themen "Naturschutz für den Dunkelsteinerwald" und "Steinbruch Paudorf/Hörfarthgraben" ernst zu nehmen und positionieren sich "pro Dunkelsteinerwald". Aktuelle Stellungnahmen:
>
SPÖ
> ÖVP
> GRÜNE
> FPÖ

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DROHT WINDPARK HAFNERBACH II?

Auftaktveranstaltung zum Thema Energiekonzept am 25. Nov. 2010
Am 25.11.2010, um 19 Uhr, findet - ausgerrechnet unter der Führung von Leadermanager Michael Schimek - eine Informationsveranstaltung zum Thema „Energiekonzept“ im GH Dangl-Wimpassing statt. > Mehr...

Solidarische Bürgerinitiativen

Bürgerinitiven wandern solidarisch
Im Oktober begingen die solidarisierten Bürgerinitiativen des Dunkelsteinerwalds eine Herbstwanderung auf das Kieneck und entrollten das mittlerweile legendäre Transparent "Rettet den Dunkelsteinerwald".
Wir tragen unser Anliegen in alle Winkel des Landes:
> Parlament in Wien
> Hochwechsel
> Mammutbäume
> Dunkelstein
> Burgruine Hohenegg
> Hafnerbach, Gemeindeamt
> Schloß Mitterau, Sitz der Montecuccolis
> Ohlsdorf OÖ, Asamer Holding
> Benediktinerstift Göttweig
> St. Pölten, NÖ Landesregierung

LHstv. Leitner > Naturschutz für Dunkelsteinerwald

Ex-Landeshauptmann-Stellvertreter, Dr. Sepp Leitner, bei der Demo gegen den Steinbruch Paudorf/Hörfarthgraben, am 7. Oktober 2010

7. Okt. 2010, NÖ Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Sepp Leitner sagt NEIN zum Steinbruchprojekt in Paudorf und JA zu einem "Naturschutzgebiet Dunkelsteinerwald"
"Die SPÖ im Land tritt weiterhin für eine Abkehr von dem Projekt ein - zu massiv sind die Eingriffe in ein schützenswertes Landschaftsgebiet und die drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität in Paudorf ist durch nichts zu rechtfertigen. Für viele Menschen würde in Paudorf eine Welt zusammenbrechen wenn dieses Projekt umgesetzt wird. Eine Einkesselung von Wohnhäusern zwischen Steinbrüchen und Förderbändern quer über den Ort würden die Lebensqualität massiv beeinträchtigen - denn schon jetzt haben die Paudorfer und Paudorferinnen durch den Staub des bestehenden Steinbruchs und den LKW-Verkehr große Belastungen zu ertragen. Den Vorstoß, den Dunkelsteinerwald, oder zumindest Teile des Gebiets, in ein Naturschutzgebiet umzuwidmen, kann ich ebenso nur unterstützen."
LHstv. Dr. Sepp Leitner

 

Stellvertretend für den Landeshauptmann von Niederösterreich übernimmt Landesrat Mag. Heuras (ÖVP) die Petition der Bürgerinitiativen und verspricht mehr Transparenz, bessere Kommunikation, mehr Unterstützung für den Dunkelsteinerwald und seine Bevölkerung sowie ein baldiges Gespräch mit Dr. Erwin Pröll. Von links nach rechts: LR Mag.Johann Heuras, Walter Kosar, Wolfgang Janisch. Wir sind sicher, dass die Politiker ihr Wort halten!

Demo vor NÖ Landesregierung, 7. Okt. 2010

Klicken Sie hier, um zur Demo zu gelangen.

Petition an LH Dr. Erwin Pröll

"HÄNDE WEG VOM DUNKELSTEINERWALD!"
7. Oktober 2010
Lautstarker Bürgerprotest gegen den geplanten Riesensteinbruch Paudorf/Hörfarthgraben
vor der NÖ Landesregierung in St. Pölten
BÜRGERINITIATIVEN ÜBERGEBEN PETITION AN LANDESRAT HEURAS

Da die Verantwortlichen bisher fast alle Gesprächsangebote der Bürgerinitiativen konsequent ignorierten und weil ausserdem jede demokratische Transparenz fehlt, fand am
7. Oktober 2010 eine lautstarke Demonstration vor der NÖ Landesregierung statt. Von 10.00h bis 12.30h protestierten ca. 30 Personen (drei Bürgerinitiativen sowie BürgerInnen aus Paudorf und Umgebung) gegen den geplanten Riesensteinbruch Paudorf/Hörfarthgraben. Viele BürgerInnen wagten es allerdings nicht zu dieser Demo zu kommen. Die Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, war größer, als die Verzweiflung über den geplanten Steinbruch. Die mutigen TeilnehmerInnen der Demonstration skandierten umso lauter ihre Parolen ("Naturschutz Ja, Steinbruch Nein, so viel Hirn muss sein"). Antisteinbruch- und Pro-Dunkelsteinerwaldlieder wurden gesungen ("Kein Steinbruch mehr im Dunkelsteinerwald, Gesundheit ist uns wichtiger, wir werden lieber alt") und Forderungen per Megafon vorgetragen. TouristInnen, BesucherInnen, Beschäftigte des Regierungsviertels sowie St. Pöltner SchülerInnen und deren LehrerInnen nahmen die Demonstration überraschend freundlich auf.

Stellvertretend für den in Brüssel weilenden LH Dr. Erwin Pröll wurde dem NÖ Landesrat für Bildung, Jugend u. Raumordnung, Mag. Johann Heuras, kurz vor der Landtagssitzung eine Petition mit den Hauptforderungen der Bürgerinitiativen überreicht! Mag. Heuras äußerte Verständnis für die Sorgen der Paudorfer Bevölkerung und betonte, dass das betroffene Gebiet im Dunkelsteinerwald ganz bewusst (noch?) nicht zur Eignungszone erkärt wurde. Gegen die Genehmigung der Probebohrungen kann man, lt. Mag. Heuras, leider nichts machen, denn diese sei rechtskonform.

Landesrat Heuras versprach den Bürgerinitiativen in Zukunft mehr Transparenz, einen besseren Informationsfluss und signalisierte Unterstützung der Landesregierung für den Dunkelsteinerwald und seine Bevölkerung!

Wolfgang Janisch von der BI "Lebenswertes Paudorf" und Walter Kosar von den "Freunden und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds" forderten abermals die Einbeziehung der Bürgerinitiativen in die Entscheidungsprozesse und ein baldiges Gespräch mit dem Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll und allen zuständigen Landesräten. Bevor Herby Loitsch vom Wiener Radiosender RADIO ORANGE ein Interview mit Landesrat Heuras machte, verabschiedeten sich Janisch und Kosar prophetisch: "Spätere Generationen werden uns danken, dass wir einen Beitrag zur Rettung des Dunkelsteinerwalds geleistet haben!" Landesrat Heuras verabschiedete sich nachdenklich, aber freundlich. Vorbildlich war (wieder einmal) das korrekte Verhalten der St. Pöltner Polizei. Vom Anfang bis zum Ende der Versammlung herrschte gute Kooperation. Entsprechend dem §7 des Versammlungsgesetzes endete die Versammlung pünktlich um 12.30h. Um 13.00h begann die Landtagssitzung!

Hintergrundinfo
Die Grundeigentümer im Benediktinerstift Göttweig, die Steinbruchbetreiber Asamer Holding AG und möglichweise auch die NÖ Landesregierung wollen gegen den Willen der Bevölkerung und des Gemeindevorstandes im Paudorfer Hörfarthgraben einen mindestens 50 Hektar großen Steinbruch [1.128 KB] errichten. Die Menschen in Hörfarth, Meidling, Paudorf und Umgebung sollen über weitere Jahrzehnte mit den unzumutbaren Auswirkungen eines riesigen Steinbruchs belastet, und das unwiederbringliche Naherholungsgebiet Dunkelsteinerwald - die grüne Lunge
St. Pöltens - nachhaltig zerstört werden. Die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung werden – ausgerechnet im "Europäischen Jahr der Biodiversität" und kurz vor dem "Internationalen Jahr des Waldes" - beharrlich ignoriert, missachtet und ins Lächerliche gezogen.

Ähnlich wie im Fall des mittlerweile abgeblasenen "Windpark Hafnerbach" steigt auch in Paudorf der Druck auf UmweltschützerInnen und Bürgerinitiativen massiv. Bürgerinitiativen werden von Großwaldbesitzern und Großindustriellen verklagt und AktivistInnen werden offensichtlich mit Kündigung und Verlust von Aufträgen bedroht, sollten sie ihre Stimme gegen den geplanten Skandalsteinbruch im Paudorfer Hörfarthgraben erheben, bei Bürgerinitiativen mitarbeiten oder gar öffentlich ihr Gesicht zeigen.

Ziel der vielen Bürgerproteste ist es,
die vorhandene Kulturlandschaft Dunkelsteinerwald zu erhalten, die Arten- und Lebensraumvielfalt zu fördern und bedrohte Vogelarten vor dem Aussterben zu bewahren, die dort leben und brüten, wie zum Beispiel Schwarzstorch, Uhu und Wiedehopf. Diptam, Graslilie, Rotes und Weißes Waldvögelein, Geflecktes Knabenkraut, Wiesenenzian, Adonisröschen und Türkenbundlilie sind nur einige der seltenen Pflanzenarten, welche im Dunkelsteinerwald blühen. Der Dunkelsteinerwald ist kein Industriegebiet, sondern hat große Bedeutung für die Gesundheit der Menschen und die Biodiversität in Niederösterreich.

Menschen die uns unterstützen!

Paudorfs Bürgermeister Leopold Prohaska

> http://www.dunkelsteinerwald.org/downloads/infobgmprohaskapaudorfsep2010.pdf [392 KB]
LHstv. Dr. Sepp Leitner
> NEIN zum Steinbruchprojekt, JA zum Naturschutzgebiet
Madeleine Petrovic (Grüne) sagte uns ebenfalls ihre Unterstützung im Landtag zu und unterschrieb unsere Unterschriftliste.

Organisation
> Flugblatt Demo 7. Okt. 2010 [318 KB]
> Erster offener Brief an LH Pröll [786 KB]
> Zweiter offener Brief an LH Pröll [851 KB]
> Dritter offener Brief an LH Pröll [304 KB]
> Anmeldung Demo 7. Okt. 2010 [268 KB]
> Vierter offener Brief an LH Pröll [271 KB]

Aktueller Pressespiegel
vor der Demo
>
Bezirksblätter, 29.9.2010 [249 KB]
> PROFIL, 27.9.2010 [613 KB]
> NÖN, 4. Okt. 2010 [286 KB]
> KURIER, 6. 10. 2010 [402 KB]
> Kronen Zeitung, 6. 10. 2010 [265 KB]
nach der Demo
> KURIER, 8.10.2010 [161 KB]
> HEUTE, 8.10. 2010 [268 KB]
> NÖN, 7. Okt. 2010
> NÖN, 18.Okt.2010 [567 KB]
> NÖN, 19.Okt.2010 [240 KB]

RADIO ORANGE, Dokumentation / Interviews
http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=18895
P3tv, 8.10.2010
Webtv, Bürgerprotest

PRESSEINFORMATION
> Presseaussendung vom 29. Sep. 2010 [41 KB]
PRESSEFOTOS zum Download
(Fotos: Hugo Rötzer)
> Petitionsübergabe an LH Heuras
> Bürgerprotest vor dem NÖ Landhaus
> Kein zweiter Steinbruch in Paudorf

Fotoalbum
Demo, 7. Oktober
Zitate zum Steinbruchprojekt

> ZITATE

 

Repressalien gegen Umweltschützer

April 2011
Verwaltungsstrafverfahren gegen BI "Lebenswertes Paudorf" eingestellt
Das gegen den Sprecher der Bürgerinitiative "Lebenswertes Paudorf" geführte Verwaltungsstrafverfahren gem. § 45 Abs. 1 VStG wurde eingestellt.
§ 45 Abs. 1 VStG lautet: „Die Behörde hat von der Einleitung oder Fortführung eines Strafverfahrens abzusehen und die Einstellung zu verfügen wenn
1. die dem Beschuldigten zur Last gelegte Tat nicht erwiesen werden kann oder keine Verwaltungsübertretung bildet;
2. der Beschuldigte die ihm zur Last gelegte Verwaltungsübertretung nicht begangen hat oder Umstände Vorliegen, die die Strafbarkeit aufheben oder ausschließen;
3. Umstände vorliegen, die die Verfolgung ausschließen.
Download Dokument BH Krems
> BH Krems Einstellung des Strafverfahrens , 31. März 2011 [109 KB]

25. August 2010
Angst in Paudorf
Ähnlich wie im Fall des mittlerweile abgeblasenen "Windpark Hafnerbach" steigt auch in Paudorf der Druck auf UmweltschützerInnen und Bürgerinitiativen. AktivistInnen werden offensichtlich mit Kündigung und Verlust von Aufträgen bedroht, sollten sie ihre Stimme gegen den geplanten Skandalsteinbruch im Paudorfer Hörfarthgraben erheben oder gar bei den Bürgerinitiativen mitarbeiten. Ein Paudorfer, der anonym bleiben will: "Wir haben Angst! Ich traue mich nicht mehr den Steinbruch zu kritisieren, sonst verliere ich meinen Arbeitsplatz. Einem Bekannten wurde sogar gedroht, dass er seine Firma zusperren muss, sollte er irgend etwas gegen den Steinbruch unternehmen". Eine Paudorferin meinte dazu: "Das ist hier genauso mafiös und korrupt wie in Russland. Mit Demokratie hat das nichts zu tun. Und das mitten in Niederösterreich!" . Am 25. August 2010 wurde uns ein anonymes - nie abgeschicktes - Schreiben an die Kremser Zeitung zugespielt, in dem die (un)heimlichen Vorbereitungsmaßnahmen der Firma Asamer sowie der ÖBB zum Steinbruch angeprangert werden. Der oder die Verfasser/in dieses Schreibens hat offensichtlich Angst vor Repressalien. Wir veröffentlichen hiermit diesen Brief! [888 KB]

13. August 2010
ASAMER Holding klagt Naturschützer, weil er im Wald fotografiert!

Weil er im Dunkelsteinerwald fotografiert hatte, wurde der Sprecher der Bürgerinitiative "Lebenswertes Paudorf", Wolfgang Janisch, vom Steinbruchbetreiber Asamer Holdig AG verklagt. Der Anwalt des Oberösterreichischen Großunternehmens, Dr. jur. Markus L. Nussbaumer, (Saxinger Chalupsky & Partner), ist laut Kurier vom 13. August 2010 überzeugt, Herr Janisch hätte sich beim Fotografieren in der Nähe des bereits bestehenden Steinbruchs Meidling nicht erholt und somit gegen das Forstgesetz 1975 verstoßen. Laut Forstgesetz 1975 § 33 Abs. 1 darf jeder Mensch den Wald zu Erholungszwecken betreten und sich dort aufhalten. Das Forstgesetz bzw. die Rechtsprechung legen auch gleich selbst fest, was nicht unter Erholungszwecke fällt: Lagern bei Dunkelheit, Zelten, Befahren, Reiten, Radfahren.

Zitate des von Asamer beauftragten Linzer Anwaltes:
„Im Hinblick auf die laufenden, vielfältigen Angriffe des Herrn Janisch besteht jedoch mittlerweile für meine Mandantschaft keine Veranlassung mehr, sich noch in irgendwelcher Zurückhaltung zu üben“, Herr Janisch hat den Wald sicherlich nicht zu Erhiolungszewecken betreten" und "Alle in Rede stehenden Aufnahmen wurden überdies offenkundig (...) abseits von Waldflächen, wo man sich erholen könnte, nämlich im unmittelbaren Nahebereich der Bruchkante bzw. (...) der Einzäunung ihres Bergbaugeländes gemacht".

Abgesehen davon, dass der Dunkelsteinerwald gar nicht der Firma Asamer gehört, abgesehen davon, dass die Herren der Asamer Holding und ihre Beauftragten den Dunkelsteinerwald permanent ohne Erholungsabsicht betreten (schließlich wollen sie bald riesige Mengen Granulit extrahieren und verkaufen) und abgesehen davon, dass der Rechtsvertreter des Steinbruchbetreibers ohne Zurückhaltung hiermit offen zugibt, dass man sich im Nahebereich des bestehenden Steinbruchs in Meidling gar nicht erholen kann (!), versuchen Asamer & Co offensichtlich Naturschützer und Bürgerinitiativen massiv einzuschüchtern, in Misskredit zu bringen und Behörden mutwillig zu schikanieren.

Auf der Homepage der Asamer Holding wird man mit folgendem Zitat begrüßt: "Von Grund auf mit Vertrauen erfolgreich". Ob sich dieser Spruch im Falle des geplanten Horrorsteinbruchs im Dunkelsteinerwald bewahrheitet, wird von der betroffenen Bevölkerung und den Bürgerinitiativen stark bezweifelt! Der Steinbruchmulti Asamer und dessen Rechtsvertretung interpretieren das Forstgesetz - ähnlich wie der Großwaldbesitzer Felix Montecuccoli im Fall des mittlerweile abgeblasenen Windparks Hafnerbach - ganz einfach nach ihren Privat- bzw. Geschäftsinteressen und gefährden somit nicht nur das österreichische Wegerecht, sondern auch die Demokratie in Niederösterreich.

Madeleine Petrovic solidarisiert sich:
Von: Madeleine Petrovic [mailto:madeleine.petrovic@gruene.at]
Gesendet: Dienstag, 17. August 2010 11:03
An: Wolfgang Janisch
Cc: GRKLUBNOE; dieter.brosz@gruene.at
Betreff: AW: Steinbruch Paudorf
Lieber Herr Janisch,
DANKE für die Information.
Das ist ja abenteuerlich!!!
Brauchen wir in Zukunft eine „Wald-Polizei“, um festzustellen, ob jemand Schnappschüsse für’s Familienalbum oder als MMS für FreundInnen macht oder um (rechtswidrige?) Bautätigkeiten zu dokumentieren UND sich dabei dennoch im Wald zu erholen.
Was ist, wenn man/frau sich am besten dabei erholt, wenn man/frau den Rechtsstaat verteidigt? (Ich würde solches für mich absolut behaupten. Ich lebe richtig gehend auf, wenn ich einen Naturfrevel verhindern kann!). DANN ist den Zielen des Forstrechts jedenfalls Genüge getan.
Im Übrigen ist es eine spannende juristische Frage, ob es bei den Verwaltungsgesetzen, die explizit Ziele nennen (so wie das Forstrecht den Erholungszweck des Waldes) tatsächlich auf die subjektive Seite der Waldnutzung ankommt. Ich würde das generell verneine, weil: siehe Oben: WER soll das WIE feststellen??? Hoffentlich brauchen wir keine „Wald-Gesinnungs-Kripo“ !!!
Insgesamt: EINE FACETTE MEHR IM “SYSTEM NIEDERÖSTERREICH“. KritikerInnen mundtot machen, das Recht als Waffe gegen mündige BürgerInnen „umzudrehen“ und den „Oberen“ (einflussreiche Leute und Firmen aus Kirche und Staat) jeden Wunsch mit Macht durchzusetzen.
Wer vertritt Sie rechtlich? Ich werde mich sehr dafür einsetzen, dass wir Sie in dieser causa bestmöglich unterstützen!
Ich finde, DIESE Dreistigkeit geht WEIT über den Anlassfall hinaus; der nächste Schritt ist dann wahrscheinlich der Vorwurf der „Kriminellen Organisation“!
Mit solidarischen Grüßen
Madeleine Petrovic

*

Diese Verfahren werden Signalwirkung haben!
Wenn jemand im Wald fotografiert oder wie im Falle Windpark Hafnerbach nur durch den Wald wandert, so kann das gegen kein Gesetz verstoßen. Gerechterweise müssten die Herren Montecuccoli und Asamer wegen mutwilliger Inanspruchnahme der Behörde angezeigt und bestraft werden, aber das kann ja noch werden. Diese Verfahren werden auf jeden Fall Signalwirkung für den künftigen Umgang mit bürgerlichen Freiheitsrechten haben und zeigen, ob in Niederösterreich rechtsstaatliche Zustände herrschen!
> KURIER, 13.8.2010 [406 KB]
>
kurz&bündig, 30.8.2010 [333 KB]

Mehr Schutz für den Dunkelsteinerwald

Stellungnahme zur Änderung der Verordnung über die Europaschutzgebiete
Forderung nach Unterschutzstellung des gesamten Dunkelsteinerwalds
Fristgerecht übermittelten wir dem Amt der NÖ-Landesregierung (Abteilung Umweltschutz, Mag. Martin Tschulik) unsere Stellungnahme zur Änderung der Verordnung über die Europaschutzgebiete; kontinentale FFH-Gebiete und somit unsere Forderung nach Unterschutzstellung des gesamten Dunkelsteinerwalds.
> Info der NÖ-Landesregierung an BM Paudorf [201 KB]
> FFH-Gebiet Wachau
> Stellungnahme zur Verordnung Europaschutzgebiete Seite 1 [272 KB]
> Stellungnahme zur Verordnung Europaschutzgebiete Seite 2 [227 KB]
Presse "Mehr Schutz für den Dunkelsteinerwald"
> KURIER, 7. 8. 2010 [50 KB]

72% NEIN ZUM STEINBRUCH PAUDORF

72% sind gegen das Steinbruchprojekt Paudorf

21. Juli 2010
Über den geplanten Steinbruch im Paudorfer Hörfarthgraben wurde abgestimmt. Mit 72% Ablehnung haben die GegnerInnen des Projekts ein klares Zeichen gesetzt. Die Mönche im Stift Göttweig, die Betreiberfirma ASAMER Holding und der Landeshauptmann von Niederösterreich Dr. Erwin Pröll sollten das endlich zur Kenntnis nehmen!

19. Juli 2010
Bundesminister Berlakovich erhält Flugblatt persönlich
Vor einer Pressekonferenz, am 19. Juli 2010 in St. Pölten, wurde Umweltminister Berlakovich von Walter Kosar ein Flugblatt von drei Bürgerinitiativen überreicht und gebeten, endlich auf Briefe und Mails zu antworten. Fragen von RADIO ORANGE zum Stillschweigen des Lebensministeriums gegenüber den BI am Ende des cba-Mitschnitts.
>
OTS_20100719_OTS0104/oevp-sommertour-mit-niki-berlakovich
>
http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=18017
> http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=18049

PROTESTE VOR STIFT GÖTTWEIG

9. Juli 2010
Pater Maurus lehnt weiterhin Gespräche mit den drei Bürgerinitiativen ab:
"Unser Abt hat andere Sorgen als den Steinbruch in Paudorf"
> Kronen Zeitung 9. Juli 2010 [252 KB]

DREIFACH-DEMO VOR GÖTTWEIG, am 7. Juli 2010
Friedlich, diszipliniert und erfolgreich!
An gleichzeitig drei Plätzen wurde am 7. Juli 2010 gegen den geplanten Steinbruch „Paudorf/Hörfarthgraben“ demonstriert. Am Shuttlebus-Parkplatz der Kaserne Mautern, bei der Auffahrt zum Benediktinerstift Göttweig sowie direkt vor dem Stift, wurde das Publikum des Open-Air-Konzerts (Elīna Garanča) mit Transparenten, Flugblättern und Schautafeln auf die Bedrohung des Dunkelsteinerwalds aufmerksam gemacht. Solidaritätsbekundungen, aufmunternde und zustimmende Zurufe, Victory Zeichen, spürbares Interesse der fast 4000 BesucherInnen, Kaiserwetter und eine reibungslose Zusammenarbeit mit den Behörden waren (vorerst) der Lohn. LH Erwin Pröll stellte sich leider nicht den DemonstrantInnen, sondern wurde über einen Hintereingang zum Konzert gebracht.

Zitate aus der Doku von RADIO ORANGE (Herby Loitsch)
Dr. Werner Nikisch (Bezirkshauptmann von Krems):
„Ich befürchte keine Ausschreitungen“
„Wir wollen die demokratischen Rechte wahren lassen“
"Es stimmt, dass Probebohrungen forstrechtlich genehmigt sind, und zwar sind an mehreren Stellen, zu je 100 m⊃2; Flächen vorgesehen, wo Probebohrungen vorgenommen werden, um feststellen zu können, ob sich ein Steinbruch überhaupt rechnen würde!
Zum Thema Feinstaub: „Es gibt sehr wohl Messungen! Nur offizielle Messstellen, die ständig betrieben werden, die sind natürlich nicht flächendeckend über das ganze Land in einem Raster aufgebaut. Wir haben natürlich auch Messungen durchführen lassen beim Steinbruch (Meidling, Anm. d. Red.). Soweit mir bekannt ist, sind keine eklatanten Überschreitungen festgestellt worden.“

Leopold Prohaska (Bürgermeister von Paudorf):
„Ich glaube nicht, dass das (der geplante zweite Steinbruch, Anm. d. Red.) ein Nachfolgesteinbruch ist, weil es eine zehnjährige Übergangsfrist gibt, wo beide Steinbrüche gleichzeitig in Betrieb sein dürfen und ich glaube zehn Jahre sind zu lange für die Belastung der Bevölkerung.“
Zur Behauptung von Pater Maurus, es gäbe laufend Gespräche mit Betroffenen:
„Von laufenden Gesprächen mit den Betroffenen, mit den Anrainern, weiß ich nichts!“


LAbg. Dr. Madeleine Petrovic (Landessprecherin, Die Grünen NÖ) zum - vom NÖ-Landtag abgelehnten – Antrag der Grünen auf „ Naturschutz für den gesamten Dunkelsteinerwald“:
„Wir werden noch einmal einen derartigen Antrag stellen und das präzisieren auf das Gemeindegebiet von Paudorf, wo man uns signalisiert hat, dass es dort vielleicht mehr Zustimmung geben könnte.“
„Die Materie ist im Landtag präsent! Die politischen Parteien haben keine Ausrede zu sagen, wir wissen ja gar nicht, was da vorgeht, das ist ein lokales Problem. Die Angelegenheit ist auf der Landesebene!“
„Man merkt halt, dass leider Gottes im Bereich von Stiften die Einnahmen und das Geld mehr zählen, als die Zukunft der Kinder und der Natur!“

Hannes de Witt (Anrainer, Kulturstadtrat Stockerau):
"Die Landesregierung will partout nicht einlenken. Die Aussage von Landesrat Heuras, es ist nicht gewidmet, somit interessiert es das Land Niederösterreich nicht, ist sehr schwach!"
„Für mich liegt die Vermutung nahe, dass die Wirtschaft, also Asamer, die Landesregierung und Landeshauptmann Pröll, der da sehr wohl involviert ist, und das Stift Göttweig unter einer Decke stecken und versuchen, über die Köpfe der Bürger und der Bürgerinitiativen hinweg, das auf die lange Bank zu schieben.“
„Wenn wir uns nicht aktiv wehren, glauben diese Organisationen, dass das eine gegessene Sache ist.“
„Ich bin Kommunalpolitiker, bei mir steht an der ersten Stelle der Mensch!“

Wolfgang Janisch (BI, Lebenswertes Paudorf):
Seit unserer letzten Demo hat sich niemand gerührt von den Padres, da herrscht eisernes Schweigen. Der Sinn unserer Demonstration ist die Verhinderung des zweiten Steinbruchs, um die Padres endlich zum Nachdenken anzuregen, von ihrem hohen Berg herunterzukommen, mit der Bevölkerung zu reden und nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg zu fahren!“

DemonstrantInnen und BesucherInnen des Garanča-Konzerts:
„Seit der Asamer da draußen sprengt, habe ich Schlafapnoe, eine Hausstauballergie, bin alle Jahre im Spital und gesundheitlich angeschlagen.“
„Ich glaube, dass es Naturzerstörung ist, was die Firma Asamer macht!“
„Man muss reden, man darf nicht das Wort verweigern! Da bin ich ganz auf Ihrer Seite“
"Das ist eine sehr kultivierte Demonstration!"

Der Einsatzleiter der Polizei nach der Demo:
"Es war eine friedliche Demonstration. Sämtliche Anweisungen wurden von den Teilnehmern der Kundgebung eingehalten, zur vollsten Zufriedenheit!"

Ablauf
> Anmeldung Demo2/Göttweig [123 KB]
> Postwurfsendung
> Flugblatt Demo [1.038 KB]

Presseartikel
>
Kronen Zeitung, 5.7.2010 [78 KB]
>
NÖN, 5.7.2010
>
noe.orf.at
>
KURIER, 8. Juli 2010 [68 KB]
>
oe24, 8. Juli 2010
> nö grüne/artikel, 8.Juli 2010
> Kronen Zeitung 9. Juli 2010 [252 KB]

> DOKU DER DEMO AUF RADIO ORANGE
http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=17831

FOTOS
>
Fotos der Demo
Zitatenschleuder an die verantwortlichen Politiker, Grundeigentümer und Betreiber:
"Wenn Schweigen Gold ist, dann müssen die Verantwortlichen mehr als steinreich sein"
"So viel Streusplit können die gar nicht erzeugen, um nicht darauf auszurutschen"

*
HEFTIGE REAKTIONEN IM VORFELD DER NEUERLICHEN DEMO

Radio Niederösterreich, vom 6. Juli 2010:
Stift Göttweig will mit Bürgerinitiative nicht mehr verhandeln. >
noe.orf.at
Sehr geehrter Pater Maurus!
In einem Artikel von Radio Niederösterreich, vom 6. Juli 2010, wird das Benediktinerstift Göttweig wie folgt zitiert:
„Stift Göttweig will mit Bürgerinitiative nicht mehr verhandeln. Stift: Durch üble Äußerungen disqualifiziert . Von Seiten des Stiftes Göttweig heißt es, dass sich die betroffene Bürgerinitiative wörtlich "als Gesprächspartner disqualifiziert" habe - durch üble Äußerungen auf der Homepage oder bei öffentlichen Veranstaltungen“
Dazu haben wir folgende Fragen:
Welche Bürgerinitiative meinen Sie konkret?
Welche üblen Äußerungen meinen Sie konkret?
Wie wollen Sie weitere Verhandlungen ablehnen, wenn Sie bisher noch keine durchgeführt haben?
Wann wird Prior Maximilian sein Versprechen einlösen, mit uns Gespräche zu führen?
Wir sind weiterhin zum Dialog bereit und hoffen, Sie finden zurück zur Wahrheit und stellen sich der Realität und der Bevölkerung. Am Mittwoch, dem 7. Juli 2010, gibt es Gelegenheit dazu!
Liebe Grüße
Walter Kosar
PS:
Wir kämpfen gegen das Steinbruchprojekt „Paudorf/Hörfarthgraben“, nicht gegen das Stift Göttweig!

Wir erwarten Antworten statt Ausflüchte!
Bemerkenswert ist auch das Wort "disqualifiziert". Es geht bei unseren Aktionen nicht um einen sporlichen Event, es geht um die Gesundheit der Menschen und um den Erhalt des Dunkelsteinerwalds mit seiner Artenvielfalt.
Liebe Verantwortliche! Wir erwarten Antworten, keine weiteren Ausflüchte!

*

28. Juni 2010
Überheblichkeit der Mönche in Göttweig
Antwort von Pater Maurus in der NÖN [87 KB] Diesen Leserbrief von Pater Maurus Kocher, dem Kämmerer des Benediktinerstifts Gött(sch)weig, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. So viel anachronistische Überheblichkeit, gepaart mit so wenig Mut zur Selbstreflexion, führt irgendwann zur Bruchlandung, im konkreten Fall wohl zu einer SteinBruchlandung. Die Mönche spielen "Staat im Staat" und verspotten alle Werte der Demokratie. Wir werden nicht nur den Benediktinern, sondern auch den Betreibern und Politikern die rote Karte zeigen. Wartet nur ab!

28. Juni 2010
Mail an Pater Maurus

26. Juni.2010, P3tv
Steinbruchprojekt sorgt für Ärger in Paudorf
In diesem Interview mit P3tv vom 26. Juni 2010, macht der Leiter des Forstamtes Stift Göttweig, Pater Mag. Maurus Kocher, einen Rückzieher und damit klar, was von Zusagen des Stiftes zu halten ist. Pater Maurus sagt u.a. folgendes: "Es gibt laufend Gespräche mit den Betroffenen. Ich halte aber wenig davon mit Leuten zu reden, die erstens nicht hier leben und die zum Teil auch wenig Ahnung haben von Ökologie!" Die kürzlich erfolgten Rodungen im Bereich der jetzigen Probebohrungen wären lt. Pater Maurus "normale forstwirtschaftliche Nutzung!" Wer's glaubt, wird selig! Interessant ist auch diese Aussage von Pater Maurus: "Die Gesundheit der Bevölkerung ist im Stift Göttweig ein ganz großes Anliegen!" Diese Argumente sind genauso falsch, wie die entlarvende Grammatik und genauso unwahr, wie die Gesprächszusage des Priors Maximilian.

22. Juni 2010, Bischof Klaus Küng will friedliche Lösung
krone.at vom 22. Juni 2010

21. Juni 2010
Vierter offener Brief an Abt Columban Luser [740 KB]

25. Mai 2010
Dritter Offener Brief an Abt Columban Luser
Betreff: Versprochener Gesprächstermin
Dritter offener Brief an Abt. Columban Luser [674 KB]

23. Mai 2010
GROSSE DEMONSTRATION VOR DEM STIFT GÖTTWEIG
Die Proteste gegen den geplanten Steinbruch und den Grundeigentümer, dem Benediktinerstift Göttweig, werden immer lauter! Drei Bürgerintiativen und zirka 150 friedliche BürgerInnen, darunter viele Eltern mit Kindern, aus Paudorf, Krems und Wien versammelten sich am Pfingstsonntag 2010 bei der Auffahrt zum Stift Göttweig, um gegen den geplanten Steinbruch im Hörfarthgraben zu protestieren. Mit Transparenten, Protestschildern, Musik und Megaphon marschierten die DemonstrantInnen zum Tor des Stiftes, um dem Abt eine Petition zu überreichen. An dessen Stelle nahm der Prior der Mönchsgemeinschaft, Pater Maximilian Krenn, die Petition entgegen. Er zeigte sich der Verantwortung des Stiftes für die Gesundheit der Bevölkerung und für den Dunkelsteinerwald bewusst und signalisierte Dialogbereitschaft mit den Bürgerinitiativen.

Pater Maximilian brach sein Versprechen?
Wir nahmen Pater Maximilian zwar beim Wort, doch trotz mehrfacher Nachfrage herrscht kirchliches Stillschweigen. Was will man uns veschweigen? Wovor fürchten sich die Mönche?

In einem Interview mit P3tv vom 26. Juni 2010, macht der Leiter des Forstamtes Stift Göttweig, Pater Mag. Maurus Kocher, einen Rückzieher und damit klar, was von Zusagen des Stiftes zu halten ist. Pater Maurus sagt u.a. folgendes:
"Es gibt laufend Gespräche mit den Betroffenen. Ich halte aber wenig davon mit Leuten zu reden, die erstens nicht hier leben und die zum Teil auch wenig Ahnung haben von Ökologie!"
Die kürzlich erfolgten Rodungen im Bereich der jetzigen Probebohrungen wären lt. Pater Maurus "normale forstwirtschaftliche Nutzung!" Wer's glaubt, wird selig! Interessant ist auch diese Aussage von Pater Maurus: "Die Gesundheit der Bevölkerung ist im Stift Göttweig ein ganz großes Anliegen!"
Diese Argumente sind genauso falsch, wie die entlarvende Grammatik und genauso unwahr, wie die Gesprächszusage des Priors Maximilian.
p3tv 26.6.2010
Steinbruchprojekt sorgt für Ärger in Paudorf

Gier?
Der Abt des Benediktinerstifts Göttweig, Columban Luser, sagte in einem Presse-Interview zum Thema Gier:
"Ein Mensch, der der Gier verhaftet ist, kann nicht frei sein! Es sei daher besorgniserregend, wenn der Lebensunterhalt zum Lebensinhalt gemacht werde." Die Presse, 12/13 Juni 2010 [725 KB] Wir hoffen, er denkt darüber nach! Medien

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Chronik

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Archiv (Korrespondenz)

 

ORF 1. Demo vor Göttweig 23 Mai 10

P3tv 28 Jun 10

Bürgerproteste gegen ASAMER Holding

Petition an Dr. Manfred ASAMER, ASAMER Holding AG

Demonstration vor ASAMER Holding AG, am 30. Juni 2010
Um den geplanten Skandal-Steinbruch Paudorf/Hörfarthgraben in Niederösterreich zu verhindern, protestierten am Mittwoch, dem 30. Juni 2010, drei Bürgerinitiativen friedlich, aber lautstark vor den Toren des Steinbruchmultis ASAMER Holding AG (60 Abbaugebiete!) im oberösterreichischen Ohlsdorf. Um die Mittagszeit erschien plötzlich der Geschäftsführer des Unternehmens Robert Pree. Mit forscher Stimme erklärte er sich bereit, mit einer (!) verantwortlichen Person zu sprechen: "Sie können zu uns herein kommen. Sie wollen was von uns, wir nicht von Ihnen. Aus, Ende!" Journalisten dürfen aber nicht dabei sein! Ein Journalist von Zeidung.at wurde kurz vorher abgewiesen!

Schlussendlich saßen dann doch die VertreterInnen aller drei Bürgerinitiativen, Wolfgang Janisch, Walter Kosar, Fridolin Knoblach, Evelyn Grasinger und ein Journalist von Radio Orange (Herby Loitsch) im Besprechungszimmer, gemeinsam mit Dr. Manfred Asamer und GF Robert Pree. Der Journalist musste allerdings vorher seine Kamera und sein Tonaufnahmegerät abgeben. Walter Kosar von der BI "Freunde und Freundinnen des Dunkelsteinerwalds" eröffnete die Diskussion, indem er die Forderungen der Bürgerinitiativen vorlegte. GF Pree reagierte gereizt, Dr. Asamer blieb bemüht freundlich.

Aussagen von Dr. Manfred Asamer:
"Wir brauchen eine Erweiterung, jetzt geht’s ja nur mal um das regionale Raumordnungsprogramm, und das regionale Raumordnungsprogramm heißt, dass etwas umgewidmet wird."

Auf den Vorhalt, dass dem Bürgermeister von Paudorf zugesagt wurde, nach dem Ablauf des alten Steinbruchs in Meidling würde kein weiterer Steinbruch folgen (immerhin wurden bereits einige Häuser in das betroffene Gebiet gebaut): "Warum ich nicht bereit bin in dauernde Diskussionen einzusteigen? Wenn die eine Seite sagt, die andere Seite darf es nicht mehr geben, Ihr hab kein Existenzrecht, dass euer Betrieb langfristig besteht, dann kann man auch keinen konstruktiven Dialog führen. Wir wollen dort langfristig arbeiten und Wenn Sie sagen, euch darf es in 7 Jahren nicht mehr geben, dann sind wir leider kein Gesprächspartner. Es ist so!"
Allerdings wurde das Existenzrecht der Firma Asamer niemals in Frage gestellt, sondern nur der geplante Steinbruch "Paudorf/Hörfarthgraben".

"Im Vergleich zur Gesamtgröße des gesamten Waldgebietes ist die Größe des Steinbruches untergeordnet. Es wird immer wieder abgebaut und rekultiviert, die offene Fläche ist nie 50 ha, das ist ja nur das Erkundungsgebiet. Offene Fläche sind max. 10 ha und das wandert"

"Wir tun es eh nicht wegen uns, sondern weil es am Markt gebraucht wird! Überall herrschen geordnete Verhältnisse, genauso wie in Meidling, ein Betrieb, der am letzten und modernsten Stand ist, von den Emissionen."

"Wir haben eigentlich nirgends mit Anrainern ein Problem und auch nicht mit Umweltbehörden."
Die Proteste der Bevölkerung in Paudorf, deren VertreterInnen soeben vor ihm sitzen, fallen offensichtlich in den kryptischen Worttopf "eigentlich"!

"Unsere Meinung ist, dass das nicht gesundheitsgefährdend ist. Wir haben nicht das geringste schlechte Gewissen, dass wir irgendetwas falsch machen."
Auf die berechtigte Frage, wie er das beweisen kann und woher er weiß, dass kein Feinstaub produziert wird, kam Dr. Asamer leicht ins Trudeln: "Das stellen eh nicht wir fest, das stellt die Behörde fest. Die Behörde und andere Gutachten attestieren uns, dass wir alle Gesetze einhalten !" Das bedeutet wohl, niemand ist interessiert an einer Feinstaubmessung, weder die Behörde, noch die Grundeigentümer im Stift Göttweig, schon gar nicht Dr. Asamer. Die Aussage, die Steinbrüche seien nicht gesundheitsgefährdend, konnte somit nicht bewiesen werden und ist unglaubwürdig.

Der ehemalige Revierförster Fridolin Knoblach vom Österreichischen Bundesverband zum Schutz des Waldes betonte, dass es im Dunkelsteinerwald viele bedrohte Tierarten gibt, alles Kulturflüchter, die niemals wiederkommen, sobald sie einmal weg sind. Fridolin Knoblach, die Sprecherin der Bürgerinitiative "Komitee zum Schutz des Dunkelsteinerwalds" Evelyn Grasinger und der Sprecher der BI "Lebenswertes Paudorf" Wolfgang Janisch richteten einen eindringlichen Appell an Dr. Asamer: "Bitte, Herr Dr. Asamer, ziehen Sie das Steinbruchprojekt Paudorf/Hörfarthgraben im Dunkelsteinerwald zurück!"

Walter Kosar erinnerte noch an die Aussage des ehemaligen Asamer-Geschäftsführers Michael Reiser, der in einem Kurierinterview sagte: "Wir investieren nur dort, wo wir willkommen sind". Dazu Kosar: "Sie sind nicht willkommen! Als Steinbruchbetreiber nicht, als Wanderer jederzeit!" Am Ende der Sitzung wurde Dr. Asamer eine Petition mit den Forderungen der drei Bürgerinitiativen überreicht. Kurz nach unserem Gespräch mit Dr. Asamer erklärte die Firmensprecherin, Marion Velik, dem KURIER: "Wir lassen uns nicht vom Erschließen des Steinbruchs abbringen!". Das soll wohl bedeuten, dass Herrn Asamer die Bedürfnisse der betroffenen Menschen nichts bedeuten und dass seine Absicht, aus dem Hörfarthgraben ein Hörfarthgrab zu machen, aufrecht bleibt.

Wir kommen wieder
„So gemütlich wie bisher wird es nicht weitergehen!“, sind die engagierten AktivistInnen aus Wien und Niederösterreich nach diesem Gespräch überzeugt."Wenn's sein muss, dann kommen wir wieder - und wir werden mehr sein!", so ein Demonstrant aus dem Dunkelsteinerwald.

Immerhin!
Im Gegensatz zu involvierten Politikern und den Mönchen des Benediktinerstifts Göttweig, die sich bis heute vor jedem Dialog mit den BI drücken, hatte Dr. Asamer genug Mut mit den Bürgerinitiativen offen zu sprechen. Das muss man lobend erwähnen!

Ablauf
> Anmeldung Demo gegen Asamer Holding [508 KB]
> Website Asamer Holding AG
> Flugblatt Demo Asamer [563 KB]
> Petition an ASAMER vom 30. Juni 2010 [753 KB]

Presseartikel
> 1. Juli 2010, Zeidung.at
> Kurier, 1. Juli 2010 [263 KB]
> NÖN, 5.7.2010
> Radio Orange

24. Juni 2010, DRITTER OFFENER BRIEF
Dr. Manfred Asamer [754 KB]

> Fotos Asamer-Demo
> Medien
> Chronik
> Archiv (Korrespondenz)

 

NÖ-POLIT-SKANDALSTEINBRUCH PAUDORF

Resolutionsantrag

14. Juli 2010, LH Pröll gibt Bedarfsanalyse in Auftrag
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll hat lt. Bezirksblätter, vom 14. Juli, eine Bedarfsanalyse in Auftrrag gegeben. Wir hoffen, Dr. Pröll lässt die Bedürfnisse der Bevölkerung erheben, obwohl ihm diese mittlerweile klar sein sollten. > Bezirksblätter, 14.7.2010 [409 KB]

22. Juni 2010, Bischof Klaus Küng will friedliche Lösung
krone.at vom 22. Juni 2010

17. Juli 2010
NÖ LANDTAG LEHNT NATURSCHUTZ FÜR DEN DUNKELSTEINERWALD AB
Die Masken sind ab! Bei der 27. Sitzung des Landtages von Niederösterreich, am Donnerstag, dem 17. Juni 2010, um 9.00 Uhr, wurde der Resolutionsantrag von LAbg. Dr. Helga Krismer-Huber (Grüne) , betreffend Schaffung eines durchgängigen Naturschutzgebietes Dunkelsteinerwald abgelehnt: Zustimmung Grüne, Ablehnung ÖVP, SPÖ, FPÖ.
Jetzt wissen wir, was die Abgeordneten im NÖ-Landtag - im Jahr der Biodiversität - für den Umweltschutz in Niederösterreich tun!
> Resolutionsantrag: Schaffung eines durchgängigen Naturschutzgebietes Dunkelsteinerwald [84 KB]

BEHÖRDE ERTEILT RODUNGSBEWILLIGUNG FÜR PROBEBOHRUNGEN TROTZ FEHLENDER UMWIDMUNG!
WIRD DIE BEVÖLKERUNG ÜBER DEN TISCH GEZOGEN?
Das Niederösterreichische Steinbruch-Desaster wird zum üblen Polit-Skandal. Es scheint, als wüsste bei den niederösterreichischen Behörden die linke Hand nicht, was die rechte tut. Oder doch? Denn obwohl für den Dunkelsteiner Hörfarthgraben keine behördliche Umwidmung in ein Abbaugebiet für Granulit vorliegt (NÖ Raumordnungsprogramm vom 21. Mai 2010), erteilt die BH Krems in ihrem Amtsblatt vom 2. Juni 2010 eine Rodungsbewilligung! Frau Mag. Elke Ecker (Büro Landesrat Mag. Heuras) reagierte auf unseren offenen Brief und teilte uns telefonisch mit, dass Landesrat Heuras zwar bereit wäre, mit uns sprechen, doch hätte das nicht viel Sinn, da er nur für Widmungen und Umwidmungen zuständig sei. Für Rodungen ist die BH Krems, für Naturschutz und sonstige Belange sind andere Landesräte in St. Pölten zuständig.

Ist dieser Kompetenzdschungel Taktik? Wollen die Verantwortlichen die Bevölkerung verwirren?
Denn inzwischen wurden große Teile des Waldgebietes gerodet, durch schweres Baugerät verwüstet und Probebohrungen sind im Gange. Bohrunternehmen Günther Eder GmbH, Braunau/Inn). Es liegt der Verdacht nahe: Die dafür Verantwortlichen wollen Bevölkerung und Bürgerinitiativen vor vollendete Tatsachen stellen, nach dem Motto: "Wenn schon mal gerodet ist und die Probebohrungen fündig waren, dann können wir gleich einen Steinbruch machen!"

In der Verordnung über ein Regionales Raumordnungsprogramm NÖ Mitte (2. Novelle zum ROP) - LGBl. 8000/76-2 vom 21. 5. 2010 (kundgemacht im NÖ Landesgesetzblatt und im Rechtsinformationssystem des Bundes - RIS), scheint in der Anlage 3 „Liste der Standorte sowie der Eignungszonen für die Gewinnung grundeigener mineralischer Rohstoffe” das "Projekt 9a Hörfarthgraben" nicht mehr auf! Das bedeutet, laut einem Telefongespräch mit Frau Mag. Elke Ecker vom Büro des zuständigen Landesrats, Mag. Johann Heuras, dass es derzeit keine Widmung des Hörfarthgrabens in ein Abbaugebiet für Granulit gibt!

Trotz der fehlenden Widmung wird im „Amtsblatt Krems“ (Nr. 11/2010 vom 2. Juni 2010) der Betreiberfirma Asamer „die Rodung zum Zwecke der Suche nach mineralischen Rohstoffen“ im besagten Gebiet BEWILLIGT! Am 3. Juni 2010 fotografierten wir das Ergebnis > Aktuelle Fotos! Der Hörfarthgraben im Bereich der „Sieben Marksteine“ ist bereits durch schwere Baumaschinen verwüstet!

Im Namen der drei Bürgerinitiativen
„Lebenswertes Paudorf“, „Komitee zum Schutz des Dunkelsteinerwaldes“ und „ Freundinnen und Freunde des Dunkelsteinerwalds“ fordern wir die Verantwortlichen auf, die Rodungen sofort einzustellen, die geplanten Probebohrungen sofort abzustellen, das Projekt "Steinbruch Hörfarthgraben" zurückzuziehen und unsere Gesprächsangebote als letzte Chance zu sehen, das Gesicht zu wahren, ohne es zu verlieren!

Die PolitikerInnen, die Betreiberfirma Asamer Holding AG und das Benediktinerstift Göttweig
(auch die Windkraftindustrie) dürfen nicht über die Köpfe der lokalen Bevölkerung sowie der regionalen und überregionalen Bürgerinitiativen hinweg handeln. Wir lassen uns nicht hinters Licht führen! Die Öffentlichkeit hat das Recht auf Wahrheit, Ehrlichkeit und Transparenz! Die rasche Umwidmung des "gesamten Dunkelsteinerwalds" in ein Naturschutzgebiet ist nicht mehr aufschiebbar!
>
Medien
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TAG DES GEGENWINDES

St. Pöltens Bürgermeister Mag. Matthias Stadler ist zu Gesprächen über die Zukunft des Dunkelsteinerwalds bereit

PROTESTAKTION GEGEN DIE WINDKRAFTLOBBY am "TAG DES GEGENWINDES!"
"KEINE WINDKRAFTINDUSTRIE IN UNSEREN WÄLDERN"
Der von der IG Windkraft veranstaltete "Tag des Windes", am Samstag, dem 12. Juni 2010 in St. Pölten (Global Wind Day), war so schlecht besucht, dass es fast schien, als wären mehr DemonstrantInnen vor Ort, als BesucherInnen. Lag es an der heißen Sonne, am Desinteresse oder an der Frustration der Bevölkerung über die oft rücksichtslose Windkraftindustrie? Das Ziel, der vor dem Eingang des Veranstaltungsgeländes aufgestellten Bürgerinitiativen (aus Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien), wurde jedenfalls erreicht. Die Vertreter der Windkraftindustrie wurden mit 10 Forderungen konfrontiert und die Sensibilität der Bevölkerung gegenüber "Windkraftindustrie im Wald" wurde erhöht. Der St. Pöltner Bürgermeister, Mag. Matthias Stadler, verweigerte zwar seine Unterschrift auf unserer Unterschriftenliste, dafür nahm er die Forderungen der AktivistInnen und eine kleine Weißtanne von Fridolin Knoblach und Evelyn Grasinger (Bundesverband zum Schutz des Waldes) entgegen. BM Stadler sagte seine Gesprächsbereitschaft zum Thema "Naturschutz für den Dunkelsteinerwald " zu. Mittlerweile wurde ein Gesprächstermin vereinbart.
> Mehr


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> 10 Forderungen (Bundesverband zum Schutz des Waldes) [249 KB]
> RADIO ORANGE, Doku vom 12. Juni 2010
http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=17530
> BIO TV, Doku vom 12. Juni 2010
http://www.youtube.com/watch?v=shqunw7endg&feature=player_embedded#!
Wettlauf um neue Windräder
http://kurier.at/wirtschaft/2009529.php?mobil

Ex-Windpark Hafnerbach

BezirksBlätter Nr. 15

STRAFVERFAHREN GEGEN NATURSCHÜTZER
Ausgerechnet im Jahr der Waldbiodiversität klagt der schwer subventionierte Großwaldbesitzer und Präsident der österreichischen Land- und Forstwirtschaftsbetriebe, DI Felix Montecuccoli, friedliche Wanderer und Naturschützer. Aktueller Stand der Verwaltungsstrafverfahren gegen zwei Bürgerinitiativen.

Verwaltungsstrafverfahren der BH St. Pölten
Tatbestand: Wandern auf einer behördlich angemeldeten und nicht untersagten Wanderung, am 26. Oktober 2009!

Nach einer Anzeige von Felix Montecuccoli bei der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten, legt uns dieselbe Behörde die Organisation und Durchführung eines ebendort "angemeldeten und nicht untersagten" Protestwandertages zur Last (Wanderweg 653 zum Dunkelstein). Die Anmeldung dieser "beweglichen Versammlung" nahm der Bezirkshauptmann am 30. 9. 2009 persönlich entgegen. Als Zeichen der ordentlichen Anmeldung und deren "Nicht-Untersagung" wurde das Dokument von Beamten der BH St. Pölten abgestempelt und signiert.

Nach dem überraschenden Rückzug der Windkraftbetreiberfirma ImWind Operations (Presseaussendung vom 14. 10. 2009) aus dem Projekt "Windpark Hafnerbach", wandelte sich unsere Protestwanderung zur erholsamen und feierlichen Friedenswanderung zum Dunkelstein. Das wurde dem Grundeigentümer, Felix Montecuccoli, am 18. 10. mit einem offenen Brief [598 KB] mitgeteilt! Unsere Forderungen, wie zum Beispiel der Naturschutz für den gesamten Dunkelsteinerwald bleiben natürlich aufrecht. Diese Forderungen und das Misstrauen gegenüber der Windkraftlobby, ließen uns auch die geplante Mahnwache vor dem NÖ Landtag , vom 20. bis 21. 10. 2009, durchführen. Da uns die BH St. Pölten kurz vor unserer Wanderung über Blockadeabsichten des Grundeigentümers Felix Montecuccoli informierte, wurde - auf deren Anraten - unsere Versammlungsanzeige am 21. 10. 2009 aktualisiert, abermals gestempelt, signiert und "nicht untersagt".

Der Grundeigentümer und Präsident der österreichischen Land- und Forstwirtschaftsbetriebe DI Felix Montecuccoli wurde von uns zwischen dem 5. und 18. 10. 2009 vier Mal (!) über den gesamten Ablauf informiert und zu Gesprächen eingeladen. Alle vier Gesprächsangebote hat er konsequent ignoriert! Sämtliche Daten waren stets auf unserer Website www.dunkelsteinerwald.org online. Trotzdem erstattete Montecuccoli am 29. 10. 2009 - genau drei Tage nach unserer erholsamen Wanderung - bei der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten Anzeige. Am 2.2. 2010 wurde er von der BH St. Pölten dazu einvernommen. Laut Vernehmungsprotokoll sagt Montecuccoli unter anderem: "Ich habe dieser Versammlung nicht zugestimmt, obwohl mich Hr. Kosar schriftlich dazu ersucht hat" und "Ich habe zwei Freunde beauftragt, über diese Demo Fotos in meinem Namen anzufertigen."

Fünf Monate nach unserem historischen Wandertag eröffnete die BH St. Pölten ein Verwaltungsstrafverfahren gegen den Organisator Walter Kosar, weil er "mit ca. 20 Personen, welche zum Teil mit Transparenten ausgestattet waren, eine Forststraße ohne Zustimmung des Forststraßenerhalters über Erholungszwecke hinausgehend benützt hat". Außer, dass unsere erholsame Wanderung zum Dunkelstein nur zum geringen Teil über Forststraßen führte, war der BH St. Pölten die Rechtmäßigkeit unseres Vorhabens offensichtlich bekannt, sonst hätte sie die Wanderung sicherlich untersagt.

Wir vertrauen dem Bezirkshauptmann von St. Pölten,
Herrn Mag. Josef Kronister, seinen Beamten und Beamtinnen und der örtlichen Polizeikräften der Polizeiinspektion Prinzersdorf! Auch wenn Felix Montecuccoli die Entscheidungen der Behörden nicht ernst zu nehmen scheint: Wir sind überzeugt, dass der Bezirkshauptmann von St. Pölten nicht nur das Forstgesetz, das Versammlungsgesetz, sondern auch seinen Job kennt, dass seine Entscheidung, unsere Wanderung nicht zu untersagen, korrekt war und die Ausübung unseres demokratisches Rechts gegen kein Gesetz verstoßen hat! (Versammlungsgesetz 1953, § 6. Versammlungen, deren Zweck den Strafgesetzen zuwiderläuft oder deren Abhaltung die öffentliche Sicherheit oder das öffentliche Wohl gefährdet, sind von der Behörde zu untersagen.)

Unsere Wanderung diente der Erholung
Da durch den Rückzug des Projekts "Windkraft Hafnerbach" durch die Betreiberfirma (14. Oktober 2009) der Protestgrund weggefallen war, diente unsere Wanderung zum Dunkelstein am 26. Oktober 2009 ausschließlich der Erholung! Insofern ist die Anzeige Montecuccolis nicht relevant!

Wie im Mittelalter!
Nicht umsonst haben Montecuccolis Fotografen - seine angebliche Freunde - am 26.10.09 alles fotografiert, was sich bewegte und nicht bewegte: Erwachsene, Kinder, Autos, Autonummern, im Wald, am Parkplatz, aus dunklen Fenstern der Schloßanlage Mitterau. "I kumm ma vor, wie in einem Krimi!" , sprach ein gelernter Hafnerbacher und flüchtete vor den lästigen Objektiven. Eine andere Bewohnerin der Region sprach aus, was viele nur hinter vorgehaltener Hand munkeln: "Die Menschen hier haben Angst vor dem Grafen, niemand traut sich zu reden. Es ist hier, wie im Mittelalter!"

Hat Felix Montecuccoli gegen das Forst- und Versammlungsrecht verstoßen?
Dass der Waldeigentümer, DI Felix Montecuccoli, am Nationalfeiertag 2009 - dem Wandertag der ÖsterreicherInnen - den "Dunkelsteinerwald Rundwanderweg 653" (Zubringer zum Jakobsweg und Nord-Süd-Weitwanderweg 05) bei der Burgruine Hohenegg sperren ließ, verstößt wahrscheinlich gegen das Forstgesetz. Denn jeder Mensch darf den Wald gemäß § 33 Abs. 1 Forstgesetz zu Erholungszwecken betreten und sich dort aufhalten. Das Forstgesetz bzw. die Rechtsprechung legen auch gleich selbst fest, was nicht unter Erholungszwecke fällt: Lagern bei Dunkelheit, Zelten, Befahren, Reiten, Radfahren. Da nicht einmal die Hinweistafel auf dem Sperrgitter der Gutsverwaltung Montecuccoli dem Forstgesetz §34 Abs. 10 entsprach ("Bei befristeten Sperren ist auf oder unter der Hinweistafel Beginn und Ende der Sperre ersichtlich zu machen."), stand unserer erholsamen Wanderung nichts mehr im Wege. Der Zweck unserer sehr erholsamen Wanderung diente der gegenwärtigen und zukünftigen "Benützung des Waldes zu Erholungszwecken". Dass Montecuccoli auch andere TeilnehmerInnen angezeigt hat, die - im guten Glauben an den Rechtsstaat - an einer ordentlich angemeldeten und nicht untersagten Versammlung teilnahmen, zeigt, dass er, anstatt die Behörde weiterhin mutwillig in Anspruch zu nehmen, aufmerksam das Forst- und Versammlungsgesetz lesen sollte.

Versammlungsfreiheit, Wanderfreiheit und Demokratie in Niederösterreich in Gefahr! Wenn in Niederösterreich die Durchführung einer "behördlich angemeldeten und nicht untersagten Versammlung" bzw. bereits deren Ankündigung sowie die Teilnahme an einer solchen strafbare Tatbestände darstellen, dann sollte sich die NÖ-Landesregierung bald auf größere Demonstrationen einstellen.

Auch andere TeilnehmerInnen unserer Wanderung wurden angezeigt!
Ebenfalls geklagt wurden ein Förster, der bloß mitwanderte sowie die Betreiberin einer Website. Und zwar von der Bezirkshauptmannschaft Melk, mit einer paradoxen Theorie und einer absolut lesenswerten Tatbeschreibung:

"Tatzeit: 26.10.2009, Tatbeschreibung: Sie haben dadurch, dass Sie als für den Inhalt Verantwortliche der Internet-Webseite www.gegen-wind.net auf dieser Webseite zu einer Protestwanderung & BürgerInnenversammlung "Rettet den Dunkelsteinerwald" zum Dunkelstein (Treffpunkt: Montag 26. Oktober 2009 um 10.30 Uhr am Parkplatz der Burgruine Hohenegg) aufgerufen haben, die Herren Walter Kosar, 1080 Neudeggergasse 14 und Fridolin Knoblach, 3122 Gansbach, Lottersberg 12, vorsätzlich veranlasst, die Forststraße von der Burgruine Hohenegg bis zum Gipfel des Dunkelsteines auf den Grundstücken Nr. 300/1, KG Stein-Eichberg und Nr. 1/1, 1/4, 18, 16/2, KG Hoheneggerwald, ohne Zustimmung des Erhalters der gegenständlichen Forststraße und zwar Herrn Dipl. Ing. Felix Montecuccoli, Mitterau 6, 3385 Prinzersdorf, über Erholungszwecke hinausgehend zu Demonstrations- bzw. Versammlungszwecken zu benützen und somit eine Verwaltungsübertretung zu begehen."

Zeitdilatation im Dunkelsteinerwald?
Bei den Verfassern dieser Tatbeschreibung dürfte die spezielle Relativitätstheorie zugeschlagen haben. Demnach wurden wir 20 Tage nach unserem mutigen Entschluss den Dunkelstein zu besteigen, von der Beschuldigten vorsätzlich veranlasst, diesen Entschluss zu fassen! (behördliche Anmeldung: 6. Oktober, hinterlistige Anstiftung: 26. Oktober!) Hier gibt es nur eine Erklärung: Einsteins Relativgeschwindigkeit veränderte die Uhren. Zumindest bei den Montecuccolis!

Diese Verfahren werden Signalwirkung haben!
Wenn jemand eine behördlich angemeldete und nicht untersagte Versammlung ankündigt, so kann das gegen kein Gesetz verstoßen. Das wäre ja genauso, als würde ein Journalist, alleine durch die Ankündigung einer Wallfahrt bestraft werden. Gerechterweise müsste Herr Montecuccoli wegen mutwilliger Inanspruchnahme der Behörde oder wegen illegaler Sperre von Wanderwegen bestraft werden, aber das kann ja noch werden. Diese Verfahren werden auf jeden Fall Signalwirkung für den künftigen Umgang mit bürgerlichen Freiheitsrechten haben und zeigen, ob in Niederösterreich rechtsstaatliche Zustände herrschen!
Anzeige im Sand verlaufen?
Wir haben bis Februar 2013 nichts von dieser Sache gehört. Ist die Klage des DI Montecuccoli ist somit gescheitert?
Wir haben nachgefragt:

Von: Walter Kosar [mailto:info@dunkelsteinerwald.org]
Gesendet: Mittwoch, 20. Februar 2013 08:52
An: strafen.bhpl@noel.gv.at
Cc: 'Walter Kosar'
Betreff: Frage zum Verwaltungsstrafverfahren PLS2-S-102749 vom Februar 2010
Wichtigkeit: Hoch
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf das Verwaltungsstrafverfahren PLS2-S-102749 vom Februar 2010 und bitte Sie mir mitzuteilen,
ob es in dieser Causa bereits einen Spruch gibt bzw. ob dieses Verfahren mittlerweile eingestellt wurde.
Was immer auch der Fall sein sollte, ich bitte Sie um Zusendung der relevanten Bescheide.
Danke und beste Grüße
Walter Kosar
Bürgerinitiative “Freunde des Dunkelsteinerwalds”
Neudeggergasse 14
1080 Wien
+ 43 (0) 1 4084662
+ 43 (0) 676 3018459
info@dunkelsteinerwald.org
www.dunkelsteinerwald.org

*
Chronologie "Windpark Hafnerbach"
> 5.10.09 Gesprächsangebot 1 an Felix Montecuccoli [528 KB]
> 6.10.09 Anmeldung der Protestwanderung [646 KB]
> 8.+11.10.09 Gesprächsangebote 2 und 3 an Felix Montecuccoli [39 KB]
> 14.10.09 Presseaussendung ImWind Operations [18 KB]
> 18.10.09 Geprächsangebot 4 (Offener Brief) an Felix Montecuccoli [598 KB]
> 20.+21.10.09 Mahnwache vor NÖ Landesregierung
> 21.10.09 aktualisierte Anzeige der "beweglichen Versammlung" [1.030 KB]
> 26.10.09 Durchführung der "beweglichen Versammlung"
> 26.10.09 Petition an Felix Montecucccoli [606 KB]
> 29.10.09 Anzeige von Felix Montecuccoli gegen unsere Bürgerinitiative
> 2. 2. 2010 Ladung und Vernehmung von Felix Montecuccoli (BH St. Pölten)
> 11.3.2010 BH St. Pölten "Aufforderung zur Rechtfertigung" von W Kosar [1.170 KB]
> 15.4.2010 BH Krems, Verwaltungsstrafverfahren gegen Evelyn Grasinger [1.396 KB]
> 27.4.2010 BH St. Pölten Niederschrift der Vernehmung von Walter Kosar [1.257 KB]
>15. Juni 2010, MA Stadt. Wien, Zeugenvernahme Walter Kosar [753 KB]

Aktuelle Ladung an Walter Kosar
> 20.5.2010, MA Wien/BH Krems, Ladung an Walter Kosar als Zeuge [425 KB]

> Kommunikation mit der NÖ-Landesregierung

> 29.3.2010 Kronen Zeitung
> 8.4.2010 NÖN [192 KB]
> Bezirksblätter April 2010

> Video Friedliche Wanderung zum Dunkelstein
> Video Kundgebungen in Hafnerbach und Mitterau

> Foto Sperrgitter vor Wanderweg 653
> Foto Hinweistafel
> Fotos der Wanderung zum Dunkelstein
> Offene Forderungen
> Chronik des Albtraums "Windpark Hafnerbach"
> Forstgesetz
> Versammlungsgesetz

> Öko-Bumerang: Windräder im Wald

 

ANZEIGE IM SAND VERLAUFEN?

Anzeige im Sand verlaufen?
Wir haben bis Februar 2013 nichts von dieser Sache gehört. Ist die Klage des DI Montecuccoli ist somit gescheitert?
Wir haben nachgefragt:

Von: Walter Kosar [mailto:info@dunkelsteinerwald.org]
Gesendet: Mittwoch, 20. Februar 2013 08:52
An: strafen.bhpl@noel.gv.at
Cc: 'Walter Kosar'
Betreff: Frage zum Verwaltungsstrafverfahren PLS2-S-102749 vom Februar 2010
Wichtigkeit: Hoch
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf das Verwaltungsstrafverfahren PLS2-S-102749 vom Februar 2010 und bitte Sie mir mitzuteilen,
ob es in dieser Causa bereits einen Spruch gibt bzw. ob dieses Verfahren mittlerweile eingestellt wurde.
Was immer auch der Fall sein sollte, ich bitte Sie um Zusendung der relevanten Bescheide.
Danke und beste Grüße
Walter Kosar
Bürgerinitiative “Freunde des Dunkelsteinerwalds”
Neudeggergasse 14
1080 Wien
+ 43 (0) 1 4084662
+ 43 (0) 676 3018459
info@dunkelsteinerwald.org
www.dunkelsteinerwald.org

Friedliche Wanderung zum Dunkelstein

Kundgebungen in Hafnerbach und Mitterau


Weitere
Einschüchterungsversuche
Auch der streitbare Generalsekretär der Österreichischen Jagdverbände, Dr. Peter Lebersorger, versuchte es mit dieser Einschüchterungsstrategie. Allerdings erfolglos! Die Behörde lehnte seine Anzeige prompt ab, denn die beanstandete Ankündigung einer Treibjagd durch unsere Bürgerinitiative, lag auch am zuständigen Gemeindeamt Hafnerbach auf und stellt keinen strafrechtlichen Tatbestand dar. Mehr...

21. März war des Waldes
Am "Tag des Waldes" kürte Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich drei Sieger des wald.design-Wettbewerbs.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100318_OTS0100
Hoffentlich denkt er auch an die akute Gefährdung Österreichischer Wälder. Unterstützen Sie ihn dabei:
Nikolaus Berlakovich, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft
Tel.: (+43 1) 711 00-0
Fax: (+43 1) 711 00-2140
E-Mail: office@lebensministerium.at
Postadresse: Stubenring 1, A-1012 Wien

Das Jahr 2010 wurde von der UNO zum Jahr der Biodiversität erklärt:
It is a celebration of life on earth and of the value of biodiversity for our lives.
The world is invited to take action in 2010 to safeguard the variety of life on earth
http://www.cbd.int/2010/welcome/

*
KLIMARETTUNG ANDERSWO
Während der Dunkelsteinerwald durch monströse Windkraftanlagen und Riesensteinbrüche entwaldet werden soll, pflanzt man in anderen Gegenden Bäume, um das Klima zu retten und Arbeitsplätze zu schaffen
Millionen Bäume und Arbeit für die Ärmsten
Mazda pflanzt mehr Wald für weniger CO2
Bio-Spoiler für Forstgebiete [524 KB]

Interessant:
http://www.animal-spirit.at/aktuell/jaeger_jagd.html
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100317_OTS0114
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100318_OTS0100

Rettet die Demokratie

Die Paragraphen 278ff des Strafgesetzbuches (StGB) wurden geschaffen, um MenschenhändlerInnen, die Mafia oder TerroristInnen dingfest zu machen. In letzter Zeit aber wurden die Paragraphen von der Exekutive mehrmals gegen bürgerliche Gruppen eingesetzt. Sie werden missbraucht, um Teile der Zivilgesellschaft mundtot zu machen, wenn sie ihre Kritik an bestehenden Verhältnissen zu laut und deutlich äußern.

Doch damit nicht genug: Im aktuell geplanten Terrorismuspräventionsgesetz plant die Regierung jetzt sogar noch eine Verschärfung. Mit dieser würden dann nach bürgelichen Gruppen erstmals auch JournalistInnen und Gewerkschaften in die Schusslinie der Paragraphen 278ff StGB geraten.

Die Paragraphen 278ff StGB sind eine Gefahr für demokratische Grundwerte unserer Gesellschaft.

Daher fordern wir die österreichische Bundesregierung dazu auf, eine Generalreform der Paragraphen 278 StGB einzuleiten. Die Paragraphen 278ff müssen so präzise formuliert werden, dass sie gegen kriminellen Vereinigungen und Terroristen anwendbar sind, nicht aber missbräuchlich gegen kritische Journalisten, NGOs und Gewerkschaften eingesetzt werden können.
Unterstützen Sie die Petition an die Regierung!